Bürotel am Wasserturm
Ort:
Karlsruhe
Bauzeit:
4/2021 - 6/2024
Auftraggeber:
Timon Bauregie GmbH & Co. KG
Bürotel am Wasserturm, Karlsruhe
Mit dem „Bürotel am Wasserturm“ entstand in Karlsruhe ein modernes Gebäudeensemble, das historische Architektur mit zeitgemäßer Nutzung verbindet. Durch die enge Zusammenarbeit aller Projektbeteiligten konnte das komplexe Bauvorhaben trotz logistischer und technischer Herausforderungen termingerecht realisiert werden.
Bürotel am Wasserturm: Moderne Arbeitswelten im Herzen von Karlsruhe
Mit dem Projekt „Bürotel am Wasserturm“ ist in Karlsruhe ein zukunftsweisendes Bauvorhaben entstanden, das historische Architektur mit modernen Nutzungsformen verbindet. Direkt am Hauptbahnhof gelegen, vereint das Ensemble Büroflächen und ein Hotel mit einem denkmalgeschützten Wasserturm und setzt damit ein städtebauliches Zeichen für die Verbindung von Vergangenheit und Gegenwart.
Herausforderung und Zusammenarbeit: Ein Projekt mit Präzision
Die Lage des Bauprojekts stellte besondere Anforderungen an Planung und Ausführung. Die Nähe zu den Gleisanlagen der Deutschen Bahn sowie die innerstädtische Verkehrssituation direkt am Karlsruher Hauptbahnhof verlangten eine durchdachte Logistik und ein hohes Maß an Koordination. Der Bauherr TIMONGRUPPE, der Generalunternehmer Ed. Züblin AG und die Fachplaner arbeiteten eng zusammen, um die komplexen Rahmenbedingungen zu lösen. Trotz pandemiebedingter Lieferengpässe konnte der Bau termingerecht umgesetzt werden: Der Start erfolgte im Sommer 2020, die Fertigstellung im ersten Quartal 2023.
Architektur mit Charakter: Funktion trifft Form
Das Projekt besteht aus zwei Baukörpern mit jeweils sechs Vollgeschossen und einer gemeinsamen Tiefgarage. Insgesamt umfasst das Ensemble rund 20.000 m² Bruttogeschossfläche. Davon entfallen etwa 5.770 m² auf moderne Büroflächen, während rund 200 Hotelzimmer vom Premier Inn Hotel genutzt werden. Die Gebäude sind im Erdgeschoss durch einen Sockel verbunden, der den historischen Wasserturm umspielt und ihn architektonisch in Szene setzt.
Die Gestaltung stammt vom Architekturbüro Peter W. Schmidt Architekten GmbH, das den Wettbewerb für dieses anspruchsvolle Projekt gewann. Die Fassaden kombinieren Sichtbeton im Sockelbereich mit groben Klinkerriemchen an den oberen Geschossen. Metallene Fenstereinfassungen und unterschiedliche Fensterformate unterstreichen die funktionale Vielfalt und verleihen dem Ensemble eine klare, moderne Ästhetik. Der Wasserturm bleibt dabei zentraler Blickfang und schafft spannende Lichtsituationen, die die städtebauliche Einbindung besonders hervorgehoben.
Technische Umsetzung: Effizienz durch Planung
Vor dem eigentlichen Baubeginn wurde eine ausführliche Planungs- und Optimierungsphase durchgeführt. Ziel war es, die Gebäudetechnik auf die Bedürfnisse der späteren Nutzer abzustimmen und gleichzeitig die Bauprozesse zu vereinfachen. Die Umsetzung erfolgte nach dem LEAN-Construction-Prinzip, das auf eine strukturierte und effiziente Bauweise abzielt.
Besonders herausfordernd war die Erstellung der Baugrube. Die Nähe zu den Bahngleisen, hohe Schadstoffbelastungen im Boden und eine notwendige Wasserhaltung erforderten spezielle technische Lösungen. Diese wurden in enger Zusammenarbeit mit dem Bereich Ingenieurbau, der Deutschen Bahn und dem Auftraggeber erfolgreich erarbeitet und umgesetzt.
Die Tiefgarage bietet 123 Stellplätze, darunter Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge sowie rund 200 Fahrradstellplätze. Damit erfüllt das Projekt die Anforderungen moderner Mobilität und unterstützt eine nachhaltige Stadtentwicklung. Ergänzt wird dies durch energieeffiziente Gebäudetechnik und ressourcenschonende Bauweisen, die den ökologischen Fußabdruck des Ensembles minimieren.
Bedeutung für Karlsruhe: Ein neues Wahrzeichen entsteht
Das Bürotel am Wasserturm ist mehr als ein funktionales Gebäudeensemble. Es ist ein Symbol für die Verbindung von Tradition und Moderne. Mit seiner zentralen Lage am Karlsruher Hauptbahnhof stärkt es die wirtschaftliche Attraktivität Karlsruhes und schafft dringend benötigte Büroflächen sowie zusätzliche Hotelkapazitäten. Die gelungene Integration des historischen Wasserturms in ein modernes Umfeld macht das Projekt zu einem neuen städtebaulichen Wahrzeichen der Stadt.