AELF Grünes Zentrum Landshut
Ort:
Landshut
Bauzeit:
Q2/2024 - Q4/2026
Auftraggeber:
Freistaat Bayern vertreten durch das Bayerisches Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft, Forsten und Tourismus vertreten durch das Staatliche Bauamt Landshut
AELF Grünes Zentrum Landshut
Das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Abensberg-Landshut bekommt ein neues Dienstgebäude am Standort Landshut. Der Freistaat Bayern realisiert zusammen mit ZÜBLIN-Direktion Bayern und mit ZÜBLIN Timber das nachhaltig geplante Verwaltungsgebäude im Landshuter Osten.
ZÜBLIN-Direktion Bayern und ZÜBLIN-Timber setzen das anspruchsvolle Konzept gemeinsam um
Im Auftrag des Staatlichen Bauamts Landshut stimmte die ArchitekturWerkstatt Vallentin in ihrem Konzept die Ästhetik des Gebäudes thematisch auf die Aufgaben des Amtes für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten ab: naturnahe Baustoffe, die konstruktiv und funktional zugleich wirken, sowie der Einsatz von Begrünung. Die ZÜBLIN-Direktion Bayern und die ZÜBLIN Timber GmbH haben ihre Kompetenzen gebündelt, um diesem anspruchsvollen Konzept sowohl in qualitativer als auch in ressourcenschonender Hinsicht eine Gestalt zu verleihen.
So wird der quadratische Baukörper als Kubus mit einem zentralen Atrium gestaltet - ein offener Begegnungsraum, der Kommunikation und Zusammenarbeit fördert. 2.183 m3 Holz aus heimischen Wäldern, davon 6.683 m2 Brettsperrholz (CLT), begrünte Fassaden und Dächer sowie naturnahe Baustoffe sorgen für eine hohe ökologische Qualität. Diese Maßnahmen bieten nicht nur Schutz vor sommerlicher Hitze, sondern verbessern auch das Mikroklima und reduzieren die Umweltbelastung.
Das Atrium als zentraler Begegnungsraum wird mit 12 x 17 m Brettschichtholzstützen und einem Glasdach ausgestattet. Jedes Geschoss wird zusätzlich in vier windmühlenartig angeordnete Funktionsinseln unterteilt und mit einem umlaufenden, 3 m auskragenden Balkon ergänzt.
Architektur trifft Nachhaltigkeit
Das innovative Projekt, ein moderner Holzbau aus heimischem Holz, setzt neue Maßstäbe in Sachen Klimaneutralität und Nachhaltigkeit. Die Bauweise integriert Solarenergienutzung, Dach- und Fassadenbegrünung sowie eine minimale Flächenversiegelung.
Allein durch die Verwendung von Holz werden über 2.000 Tonnen CO2 eingespart. Das als Passivhaus realisierte Gebäude wird auch während seiner Nutzung energieeffizient bleiben. Um dies zu erreichen, wurden in seinem Konzept eine Reihe von Faktoren in der Planung berücksichtigt, die vor allem im Sommer zu messbaren Energieeinsparungen führen werden. Dazu gehören ökologische Potenziale wie die Verbesserung des Mikroklimas, die Verschattung und Kühlung im Sommer und der damit verbundene Materialschutz (UV-Strahlung) der vorgehängten Holzfassade. Die Fassadenbegrünung fördert mit dem Gras- und Blütendach die Artenvielfalt und dient gleichzeitig der Wasserrückhaltung bzw. Wasserverdunstung, was die Gebäudekühlung beeinflusst und Feinstaub in der Umgebung bindet.
-
Kenndaten
- Grundstücksfläche (GF): ca. 3.900 m²
- Brutto-Rauminhalt (BRI): 17.558 m³
- Brutto-Grundfläche (BGF): 3.568 m²
- Oberirdisch: 5 Geschosse
- Unterirdisch: 1 Geschoss
-
Bauzeit
- Erdarbeiten & Spezialtiefbau von 09/2024 – 11/2024
- Rohbauarbeiten Stahlbetonbau von 11/2024 – 04/2025
- Rohbauarbeiten Holzbau von 04/2025 – 09/2025
- Hülle ab 06/2025
- Innenausbau ab 08/2025
- Fertigstellung Q3/2026
-
Baustellenregelbetrieb
- Montag bis Freitag 07:00 Uhr bis 19:00 Uhr
- Samstag 07:00 Uhr bis 16:00 Uhr
- Sonntag und feiertags finden in der Regel keine Arbeiten statt.
Zertifiziert von der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB)
Bei diesem Projekt verfolgt die Ed. Züblin AG mehrere Ziele: Eine nachhaltige Baustellenorganisation, die Schonung der Ressourcen sowie die Minimierung der Emissionen, die Verantwortung für die Gesundheit und das Wohlbefinden der Bauenden, die Pflege guter Nachbarschaft und natürlich eine qualitätsreiche Bauausführung. Dafür wurde die Ed. Züblin AG als erstes Unternehmen von der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB) ausgezeichnet.
Hier finden Sie weitere Informationen zum DGNB System für nachhaltige Baustellen: https://www.dgnb-system.de/de/gebaeude/baustelle/
Ausgewählte Maßnahmen am Projekt
-
Fertigteile
Durch den umfassenden Einsatz von Fertigteilen (Filigrandecken, Rollbewehrung, Treppen, Holzwand- und -deckenelementen) kann eine kürzere Bauzeit erreicht werden. Ebenso wird das Abfallaufkommen durch die vorkonfektionierten Bestellungen reduziert.
-
Maßnahmen zur Vermeidung von Belastungen durch die Baustelle
Das Projekt befindet sich in ländlicher Lage nahe einem Naturschutzgebiet, dahingehend werden die Belastungen durch die Baustelle so gut wie möglich reduziert bzw. vermieden.
-
Just-In-Time Anlieferungen
Lieferungen der Decken- und Wandelemente des Holzbaus erfolgt „Just-In-Time“. Holzelemente müssen dadurch nicht auf dem Baufeld umgeladen und zwischengelagert werden, sondern werden direkt von den LKWs an den Einbauort gehoben und montiert. Dies erspart zusätzliche Hübe des Krans und Arbeiten bei der Umlagerung.
-
Baubetriebliches Energiemanagement
Baubetriebliche Untersuchungen und vergleichende Betrachtungen für eine möglichst energiesparende Projektabwicklung. Beispielsweise Auswahl eines großen Betonkübels zur Reduktion der Hübe.
-
Regionale Baupartner
Für die Abwicklung des Bauvorhabens werden regionale Betriebe und Nachunternehmer eingebunden.
-
Reptilienschutzzaun Baufeld
Vor den Bauarbeiten wurden bereits laufend Zauneidechsen vom Baufeld abgefangen und umgesiedelt. Die Reptilienschutzzäune werden während der Bauzeit aufrechterhalten und gewartet, um weiteren Reptilien den Weg auf das Baufeld zu versperren.
| Ansprechperson Zertifizierung | Valerie Sartorius |
| Projektansprechpartner | Jonas Henghuber Oberbauleitung: Daniel Bindl Bauleitung: Jonas Henghuber Tobias Christthaller Polier: Mersed Forcakovic |
| Baustellenadresse | Am Lurzenhof 4 84036 Landshut Tel. +49 941 4021-0 Ed. Züblin AG Direktion Bayern Bereich Regensburg |
| Download | Pressemitteilung |
| Link | DGNB: Zertifizierung Architekturwerkstatt Vallentin Staatliches Bauamt Landshut |