Bild zeigt eine Straßenbaustelle mit Baufahrzeugen
Bild zeigt eine Straßenbaustelle mit Baufahrzeugen © Straßen NRW

B51 Trog Mauritz, 3. BA

Ort: 
Münster

Fertigstellung:
2026

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B51 Trog Mauritz, 3. BA

Standort B51 Höhe Pleistermühlenweg in Münster
Ausbau und Neubau der Umgehungsstraße Münster

Die B51 hat als stark belastete Kraftfahrzeugstraße eine erhebliche überörtliche Bedeutung für den Großraum von Münster. Sie ist zudem Bestandteil der überregionalen Verkehrsachse B51/B64 Münster – Warendorf – Rheda-Wiedenbrück.

Der Streckenzug der B51, im Abschnitt der Umgehungsstraße Münster, besteht seit den 60er Jahren. Bereits 1965 war eine Verkehrsüberlastung vorprogrammiert. Die ersten beiden Abschnitte wurden zwischen 1990 und 2001 ausgebaut. Seit 2015 laufen nun die Arbeiten für den jetzigen dritten Bauabschnitt und die Verlängerung als B481 in Richtung Norden.

Der Ausbau der B51 wurde notwendig, da die Bundesstraße mit derzeit zwei Fahrstreifen den Erfordernissen nicht mehr genügte und es zu erheblichen Belastungen der Anlieger und der Verkehrsteilnehmer durch Lärm und Verkehrsverdrängung in die angrenzenden Wohngebiete kam.

Rund 210 Millionen Euro werden für die Umgehungsstraße im Bundeshaushalt investiert. In der Gesamtstrecke von 6,2 Kilometern werden 17 neue Brücken, über 5,6 Kilometer Lärmschutzwände und drei Trogbauwerke erstellt.
Die Arbeiten sind so weit vorangeschritten, dass auch die nächsten Etappenziele fest geplant sind: In 2026 sollen die Arbeiten für das 900 Meter lange Trogbauwerk im Ausbauabschnitt der B51 so weit vorangeschritten sein, damit dieser Bauabschnitt für den Verkehr zur Verfügung steht.

Mit dem vierspurigen Ausbau der B51 auf einer Länge von 2,6 Kilometern und dem Neubau der B481 auf einer Länge von gut 4,6 Kilometern sowie dem Anschluss an die L587 (Schifffahrter Damm) wird eine durchgehende Süd-Ost-Umgehung für die Stadt Münster geschaffen. Die Umgehungsstraße stellt zukünftig vom Kreuz MS Süd zur Anschlussstelle A1 Greven eine leistungsfähige Verbindung dar, die geeignet ist, auch die zukünftige Verkehrsbelastung aufzunehmen und die Wohngebiete sowie das städtische Straßennetz zu entlasten.

Das Projekt strebt eine DGNB-Zertifizierung „Nachhaltige Baustelle“ der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen an.

  • Kenndaten
    • Bebaute Fläche (BF): ≈ 24.000 m²
      Straßenbau:
    • Baugrubenaushub und Zwischentransport: ≈ 120.000 m³
    • Fahrbahndeckenaufbruch: ≈ 9.500 m³
    • Rohrleitungen DN 250-600 verlegen: ≈ 1.200 m
    • Frostschutzschicht 0/45: ≈ 8.000 m³
    • Asphaltarbeiten: ≈ 21.000 m²
      Stahlbetonbau
    • Trogbauwerk – Länge: 905 m
    • Trogbauwerk – Breite (var.): 24,10 – 29,50 m
    • Sauberkeitsschicht: ≈ 23.000 m²
    • Beton: ≈ 35.000 m³
    • Betonstahl: ≈ 3.600 t
    • Rohrleitungen DN 300 bis DN 500: ≈ 1.440 m
    • Verankerungen für Stb.-LSW einbauen ≈ 2.300 St
      Stahlbau
    • Stahlkonstruktionen Brückenüberbauten: ≈ 58 t
  • Bauzeit
    • Gesamtbauzeit vsl. 03.2023 bis 03.2026
    • Stahlbetonbauarbeiten vsl. 09.2023 bis 07.2025
  • Baustellenregelbetrieb
    • Montag bis Freitag 07:00 Uhr bis 18:00 Uhr
    • Samstag, Sonntag und feiertags finden in der Regel keine Arbeiten statt.

Zertifiziert von der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB)

Bei diesem Projekt verfolgt die Ed. Züblin AG mehrere Ziele: Eine nachhaltige Baustellenorganisation, die Schonung der Ressourcen sowie die Minimierung der Emissionen, die Verantwortung für die Gesundheit und das Wohlbefinden der Bauenden, die Pflege guter Nachbarschaft und natürlich eine qualitätsreiche Bauausführung. Dafür wurde die Ed. Züblin AG als erstes Unternehmen von der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB) ausgezeichnet.

Hier finden Sie weitere Informationen zum DGNB System für nachhaltige Baustellen: https://www.dgnb-system.de/de/gebaeude/baustelle/

Ausgewählte Maßnahmen am Projekt

  • Baubetriebliches Energiemanagement

    Baubetriebliche Untersuchungen und Vergleichende Betrachtungen für eine möglichst energiesparende Projektabwicklung. Beispielsweise Auswahl eines großen Betonkübels zur Reduktion der Hübe.

  • Ressourceneinsparung und Emissionsminderung durch LEAN Construction

    Im Zuge der Lean-Betrachtung wurde ein Produktionsplan mit Abrufterminen erstellt. Die Bau-Produktionsplanung wird wöchentlich detailliert und an den tatsächlichen Fertigungsfortschritt angepasst. Veränderungen aus dem Bauablauf werden laufend berücksichtigt und die Just-in-time-Lieferungen können besser umgesetzt werden. Nach- und Neubestellungen auf Grund später Planänderungen werden vermieden.

  • Konzepte zur Reduktion der Umweltwirkungen und Belastungen durch die Baustelle

    Das Projekt befindet sich in unmittelbarer Nähe zu angrenzender Wohnbebauung, dahingehend wird versucht, die Belastungen durch die Baustelle so gut wie möglich zu vermeiden bzw. zu reduzieren. Dabei stellen die Konzepte zu Lärm- und Staubvermeidung auf der Baustelle wesentliche Handlungsfelder dar. Ebenso gibt es Konzepte zur Abfallvermeidung und ein umwelt- und anwohnerorientiertes Logistikkonzept.

  • Stahlbau

    Die Tragkonstruktionen der beiden Fußgängerbrücken sind in Stahlbauweise geplant. Diese ermöglichen einen hohen Vorfertigungsgrad und reduzieren die Bauzeit.

  • Regionale Baupartner

    Für die Leistungserfüllung werden regionale Betriebe eingebunden.

Ansprechperson Zertifizierung Kristina Pors (Züblin),
Sven Bachner (STRABAG)
Projektansprechpartner Christian Pöppinghaus
Baustellenadresse B51 Höhe Pleistermühlenweg
48155 Münster

Tel. +49 203-2820301
Direktion NRW
Sekretariat Bereich Ingenieurbau
Download Pressemitteilung
Link DGNB: Zertifizierung
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