Visualisierung: Die neuen Domhöfe
Visualisierung: Die neuen Domhöfe © Stadthaus am Dom GmbH & Co. KG

Domhöfe Wetzlar

Ort: 
Wetzlar

Fertigstellung:
2025

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Domhöfe Wetzlar

Standort Domplatz 12 in Wetzlar
Die Domhöfe Wetzlar sind ein Neubauprojekt in unmittelbarer Nähe des Wetzlarer Doms. 

Hierbei entstehen drei je durch eine Gasse voneinander getrennte Höfe, die auf einer zweigeschossigen Tiefgarage errichtet werden.

Im ersten, nördlichen, Hof (Herzoglicher Hof), wird eine Nutzungsmischung aus Gastronomie im Erdgeschoss, Büros / Praxen im ersten Obergeschoss und darüber Wohnungen entstehen.

Der Mittlere Hof beherbergt Räumlichkeiten für eine diverse Nutzung für Kultur und Freizeitangeboten. Im Erdgeschoss befindet sich ein Science Center und Touristen Information. Der Kinosaal kann auch für Theater und Konzerte genutzt werden. Den aufgehenden Geschossen oberhalb des Science Centers sind flexibel nutzbar für gewerbliche, künstlerische oder wohnwirtschaftliche Nutzung.

Der dritte, südliche Domhof soll weitestgehend für Wohnungen genutzt werden. Der Innenhof wird für alle zugänglich sein.
Das Projekt strebt eine DGNB-Zertifizierung „Nachhaltige Baustelle“ der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen an.

  • Baustellen-Kamera
  • Kenndaten
    • Grundstücksfläche (GF): 3.065 m²
    • Bebaute Fläche (BF): 3.065 m²
    • Brutto-Rauminhalt (BRI): 69.123,61 m³
  • Bauzeit
    • Domhöfe Wetzlar März 2024 bis April 2025
    • Stadthäuser Liebfrauenberg Juli 2024 bis August 2025
  • Baustellenregelbetrieb
    • Montag bis Freitag 07:00 Uhr bis 18:00 Uhr
    • Samstag 07:00 Uhr bis 13:00 Uhr
    • Sonntag und feiertags finden in der Regel keine Arbeiten statt.

Zertifiziert von der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB)

Bei diesem Projekt verfolgt die Ed. Züblin AG mehrere Ziele: Eine nachhaltige Baustellenorganisation, die Schonung der Ressourcen sowie die Minimierung der Emissionen, die Verantwortung für die Gesundheit und das Wohlbefinden der Bauenden, die Pflege guter Nachbarschaft und natürlich eine qualitätsreiche Bauausführung. Dafür wurde die Ed. Züblin AG als erstes Unternehmen von der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB) ausgezeichnet.

Hier finden Sie weitere Informationen zum DGNB System für nachhaltige Baustellen: https://www.dgnb-system.de/de/gebaeude/baustelle/

Ausgewählte Maßnahmen am Projekt

  • Fertigteile

    Durch den umfassenden Einsatz von Fertigteilen (Hohlwände, Filigrandecken, Treppen, Balkone, Verbindungsstege, Stahlverbundträger und Spannbetonhohldielendecken) kann eine kürzere Bauzeit erreicht werden. Zudem sind die Fertigteile so dimensioniert, dass kein zusätzliches Hebegerät benötigt wird und die vorhandenen Baustellenkrane auskömmlich sind. Die Bauzeitreduktion durch den hohen Fertigteileinsatz am Bauvorhaben, hat die Minimierung von Lärm- sowie Staubemissionen durch das Baufeld zur Folge, da zusätzliche Arbeiten vor Ort entfallen. Gleichzeitig wird das Abfallaufkommen reduziert.

  • Ressourceneinsparung durch Systemschalung

    Auf der Baustelle kommt das Decken-Schalsystem DokaXdek zum Einsatz. Hierdurch erfolgt ein Schnelleres Ein- und Ausschalen, welches zu einer Verringerung der Bauzeit führt. Im Vergleich zu einer konventionellen Holzträgerschalung, fällt auch der Materialverbrauch sowie Schrott und Verlust geringer aus. Für Bereiche, in denen konventionell beigeschalt werden muss, werden Holzträger und Schalhaut aus Materialbeständen bereits abgewickelter Bauvorhaben verwendet.

  • Maßnahmen zur Vermeidung von Belastungen durch die Baustelle

    Das Projekt befindet sich in innerstädtischer Lage, dahingehend werden die Belastungen durch die Baustelle so gut wie möglich reduziert. Durch den Einsatz von Betonpumpen können größere Betonierabschnitte in kürzerer Zeit realisiert werden als in der konventionellen Weise mit Betonkübel. Lärmemissionen, verursacht durch den Einsatz von Betonrüttlern, werden auf einen kürzeren Zeitraum begrenzt. Der hohe Anteil vorgefertiger Bauteile reduziert weiterhin Lärmbelastungen durch die Baustelle auf ein Minimum.

  • Kranseil aus Carbon-Fasern

    Faserseile sind leichter als herkömmliche Stahlseile. Dadurch sinkt der Energiebedarf bei gleichzeitiger Traglasterhöhung der Kräne um bis zu 20 Prozent. Weitere Vorteile durch den Einsatz von Carbonfaser-Kranseilen, bestehen aus der gesteigerten Materiallebensdauer sowie der Lärmemissionsreduktion während des Kranbetriebs. Insgesamt führt dies zu einer Beschleunigung des Baustellenablaufs und Reduktion der Lärmbelastungen durch die Baustelle.

  • Baubetriebliches Energiemanagement und Zusammenarbeit mit regionalen Unternehmen

    In Durchgängen und Fluren der Tagesunterkünfte sind Leuchten mit Bewegungssensoren verbaut. Hauptlieferanten für Baubedarf und Beton befinden sich baustellennah im Umkreis von 10 km.

  • Achtsamer Materialumgang und Materialabruf

    Materialabrufe sind so getaktet, dass Wartezeiten der Lieferfahrzeuge entfallen oder, wenn nicht anders möglich, nur gering ausfallen. Zudem sind die Abrufe so dimensioniert, dass die Transporte möglichst vollausgeladen sind. Restmengen an Ortbeton werden für die Sauberkeitsschicht verwendet.

Ansprechperson Zertifizierung Verena Schirmer
Projektansprechpartner Roy Gutsche
Lordan Mager
Baustellenadresse Domplatz 12
35578 Wetzlar

Tel. +49 69 60608 - 1501
ZÜBLIN-Direktion Mitte
Sekretariat Bereich Roh- und Ingenieurbau 1
Download Pressemitteilung
Link DGNB: Zertifizierung
https://www.domhoefe-wetzlar.de/