Große Bockenheimer Straße 24
Ort:
Frankfurt am Main
Fertigstellung:
2025
Große Bockenheimer Straße 24
Standort Große Bockenheimer Straße 24 in Frankfurt am Main
Zwischen Skyline und Altstadt entsteht in Frankfurt am Main, mitten auf der beliebten Flaniermeile Fressgass‘, nach Rückbau des Bestandsobjektes der Neubau eines Wohn- und Geschäftshauses mit 15 Wohnungen, zwei Läden, einer Schank- und Speisewirtschaft und Büronutzung.
Das Projekt Große Bockenheimer Straße 24 sticht mit einer hochwertigen Lochfassade aus vorgehängter Natursteinfassade zusammen mit Fensterelementen und Pfosten/Riegel-Fassade in Kombination mit Kastenfenstern zur Südseite auf die Großen Bockenheimer Straße hervor.
Zur Fressgass hin verfügt das Gebäude über sechs Vollgeschosse und einem Staffelgeschoss, im Bereich der Meisengasse über fünf Vollgeschosse. Das gesamte Gebäude ist vollflächig mit einem Geschoss unterkellert, in welchem sich Nutz- und Technikflächen befinden. Auf dem Dach des niedrigeren Gebäudeteils zur Meisengasse hin ist die Aufstellung von Technikaufbauten wie u.a. einer Wärmepumpe vorgesehen.
Das Projekt strebt eine DGNB-Zertifizierung „Nachhaltige Baustelle“ der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen an.
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Kenndaten
- Grundstücksfläche (GF): ca. 700 m²
- Brutto-Rauminhalt (BRI): 16.673 m³
- Brutto-Grundfläche (BGF): 4.270 m²
- Oberirdisch: 4 bzw. 6 Geschosse
- Unterirdisch: unterkellert
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Bauzeit
- Rohbauarbeiten Vsl. 11/2023 bis 06/2024
- Ausbauarbeiten Vsl. 05/2024 bis 04/2025
- Gesamtfertigstellung 19.05.2025
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Baustellenregelbetrieb
- Montag bis Freitag, ggf. Samstag 07:00 Uhr bis 17:00 Uhr
- Sonntag und feiertags finden in der Regel keine Arbeiten statt.
Zertifiziert von der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB)
Bei diesem Projekt verfolgt die Ed. Züblin AG mehrere Ziele: Eine nachhaltige Baustellenorganisation, die Schonung der Ressourcen sowie die Minimierung der Emissionen, die Verantwortung für die Gesundheit und das Wohlbefinden der Bauenden, die Pflege guter Nachbarschaft und natürlich eine qualitätsreiche Bauausführung. Dafür wurde die Ed. Züblin AG als erstes Unternehmen von der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB) ausgezeichnet.
Hier finden Sie weitere Informationen zum DGNB System für nachhaltige Baustellen: https://www.dgnb-system.de/de/gebaeude/baustelle/
Ausgewählte Maßnahmen am Projekt
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Maximierung der Ressourceneffizienz
- Bereits beim Rückbau des Bestandsgebäudes wird äußerst genau auf die sortenreine Trennung der Entkernungsmaterialien sowie des mineralischen Abbruches geachtet. Das Abbruchgut wird zur Wiederaufbereitung auf einen lokalen Recyclinghof transportiert. Eine Brecher- und Siebanlage gewinnt aus dem Recyclingmaterial anschließend RC-Sand, RC-Mineralgemisch (0/45) und RC-Knollenschlag (45/-X).
- Bei der Baustelleneinrichtung und dem Rohbau wird - wo immer möglich - auf die Wiederverwendung von Materialien gesetzt: Ob Schutz der Baustelleneinrichtung mit Kunststoff-Fahrbahnplatten aus zweiter Hand, übrige Verbrauchsmaterialien für den Rohbau von Bauvorhaben in nächster Nähe oder wiedereingesetztes Büromobiliar.
- Durch den umfassenden Einsatz von Betonfertigteilen (Filigrandecken, Hohlwände und Treppen) kann eine kürzere Bauzeit erreicht werden. Ebenso wird das Abfallaufkommen durch die vorkonfektionierten Bestellungen reduziert sowie Transporte und die Staub- und Lärmbelastung im direkten Umfeld minimiert.
- Für die Energieeffizienz während der Abbruch- und Neubauphase, kommen auf der gesamten Baustelle (Kranturm, Baugrube, Containeranlage) energiesparende LED-Leuchten zum Einsatz.
Die Fertigstellung der Wärmepumpe/Heizzentrale und die Verrohrung im gesamten Bauwerk, wird frühestmöglich erfolgen, um eine Bauwerkstrocknung über endmontierte Leitungssysteme zu ermöglichen und den Einsatz mobiler Heiz-/ Trocknungsgeräte (Öl-Heizung) zu verhindern.
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Maßnahmen zur Pflege der Nachbarschaft und der Umgebung
- Das Projekt befindet sich in innerstädtischer Lage der Stadt Frankfurt am Main. Die Lieferanten und Nachunternehmen werden möglichst nachhaltig und lokal ausgewählt. So kommt beispielsweise das Abbruchunternehmen aus Lahnau – wohin auch die mineralischen Abfälle gefahren und wiederverwertet werden (siehe Pkt. Rückbau des Bestandsgebäudes).
Den Beton für die Bohrpfahlwand liefert die Fa. Waibel aus dem Osten von Frankfurt. Rohbauzubehör wird aus Offenbach oder Gelnhausen geliefert.
Dahingehend werden die Belastungen durch die Transporte von und zu der Baustelle so gut wie möglich vermieden bzw. reduziert. - Um die Betonagen bestmöglich koordinieren zu können, erfolgen die Abrufe mit einer digitalen Anwendung. Insbesondere bei Großbetonagen können die Fördermengen auf die Betonpumpe abgestimmt und somit die Wartezeiten der Betonmischer verkürzt werden. Es werden Herstellungszeiten optimiert und Lärmemissionen reduziert.
- Die innerstädtische Lage fordert einen sensiblen Umgang und eine erhöhte Kommunikation mit der umliegenden Nachbarschaft. Die Anwohner werden über einen digitalen Newsletter regelmäßig auf dem Laufenden gehalten und können bei Bedarf, über ein eingerichtetes „Sorgentelefon“, in Kontakt mit der Bauleitung treten. Darüber hinaus wurde ein umfassendes Schallschutzkonzept erarbeitet, dass die Nachbarschaft bestmöglich vor Schall und Staub schützt.
- Des Weiteren wird die Kommunikation mit den ausführenden Unternehmen über Aushänge am schwarzen Brett der Baustelle, stets mehrsprachig erfolgen. Außerdem werden Abfallcontainer mehrsprachig beschriftet und mit Beispielfotos beklebt. Hiermit werden Missverständnisse im Vornhinein schon ausgeräumt und möglichen Fehlern vorgebeugt.
- Zum Schutz der angrenzenden Büroflächen, Restaurants und Wohnungen wurde ein Lärmschutzkonzept erstellt. Dieses beinhaltet nicht nur die Verwendung von lärmarmen Baumaschinen, sondern auch das Aufstellen von mehreren Lärm- und Staubschutzgerüsten. Zusätzliche Messpunkte an mehreren Stellen in der Umgebung protokollieren den erzeugten Baulärm sowie Erschütterungen über die Bauphasen hinweg und ermöglichen somit ein schnelles Eingreifen bei Grenzüberschreitungen.
- Das Projekt befindet sich in innerstädtischer Lage der Stadt Frankfurt am Main. Die Lieferanten und Nachunternehmen werden möglichst nachhaltig und lokal ausgewählt. So kommt beispielsweise das Abbruchunternehmen aus Lahnau – wohin auch die mineralischen Abfälle gefahren und wiederverwertet werden (siehe Pkt. Rückbau des Bestandsgebäudes).
| Ansprechperson Zertifizierung | Verena Schirmer |
| Projektansprechpartner | Dominik Bühler Lukas Klimavicius |
| Baustellenadresse | Große Bockenheimer Straße 24 60313 Frankfurt am Main Tel. +49 69 60608-1000 ZÜBLIN - Direktion Mitte Bereich Schlüsselfertiges Bauen 2 |
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| Link | DGNB: Zertifizierung |