Hainbergquartier
Ort:
Nürnberg
Fertigstellung:
2025
Hainbergquartier
Standort Gebersdorfer Straße 180 in Nürnberg
Das Gebäude umfasst insgesamt fünf Geschosse, wobei eines der Geschosse das Untergeschoss ist. Im Untergeschoss befinden sich die Kellerabteile der Bewohner sowie die zentralen Technikräume.
Die Gewerbefläche von rund 1.400 m² mit rund 800 m² Verkaufsfläche, wird vom Lebensmittel-Vollsortimenter tegut gemietet. Die drei darüberliegenden Stockwerke bieten insgesamt 45 Wohneinheiten, bestehend aus modernen Ein- bis Dreizimmerwohnungen. Die begrünte Decke des teguts dient als Dachterrasse für die Wohnungen im ersten Stock. Die beiden darüber liegenden Stockwerke werden mit Balkonen bzw. Loggien versehen.
Das Projekt strebt die Zertifizierung „Nachhaltige Baustelle“ sowie „Zertifizierung Neubau“, Stufe Gold, der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen an. Zusätzlich verfolgt das Projekt die Anforderungen des Klimaziels „Klimaschutz“ nach EU-Taxonomie.
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Kenndaten
- Grundstücksfläche (GF): 2.872 m²
- Brutto-Rauminhalt (BRI): 25.101 m³
- Brutto-Grundfläche (BGF):
Oberirdisch: 5.311 m²
Unterirdisch: 1.179 m²
Gesamt: 6.489 m²
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Bauzeit
- Baustelleneinrichtung von 9.4.2024 – 30.4.2024
- Rohbauarbeiten von 24.4.2024 – 30.9.2024
- Gebäudehülle von 4.10.2024 – 2.12.2024
- Ausbau von 30.9.2024 – November 2025
- Fertigstellung November 2025
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Baustellenregelbetrieb
- Montag bis Freitag 07:00 Uhr bis 18:00 Uhr
- Samstag (bei Bedarf) 07:00 Uhr bis 13:00 Uhr
- Sonntag und feiertags finden in der Regel keine Arbeiten statt.
Zertifiziert von der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB)
Bei diesem Projekt verfolgt die Ed. Züblin AG mehrere Ziele: Eine nachhaltige Baustellenorganisation, die Schonung der Ressourcen sowie die Minimierung der Emissionen, die Verantwortung für die Gesundheit und das Wohlbefinden der Bauenden, die Pflege guter Nachbarschaft und natürlich eine qualitätsreiche Bauausführung. Dafür wurde die Ed. Züblin AG als erstes Unternehmen von der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB) ausgezeichnet.
Hier finden Sie weitere Informationen zum DGNB System für nachhaltige Baustellen: https://www.dgnb-system.de/de/gebaeude/baustelle/
Ausgewählte Maßnahmen am Projekt
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Ressourcenschonung und Belastungsvermeidung durch Wiederverwendung- und verwertung von Baumaterialien
Durch den umfassenden Einsatz von Fertigteilen (Filigrandecken, Brüstungen,Stützen, Unterzügen und Treppen) kann eine kürzere Bauzeit erreicht werden. Der Einsatz von großformatigen Kalksandsteinen erfordert in der Bauteilherstellung geringere Mörtelmengen als bei kleinformatigen Mauerwerkssteinen. Das Abfallaufkommen auf der Baustelle wird monatlich überwacht sowie auf die Einhaltung einer mindestens 80-prozentigen, stofflichen Wiederverwertungsquote geachtet. Eine erhöhte Abfallfraktionierung auf dem Baufeld des Hainbergquartiers, liefert die Grundlage für den hohen Recyclinganteil der Baustellenabfälle. Die Nutzung von Baustelleninventar sowie Materialien umliegender Bauvorhaben, folgert in der Förderung von Wiederverwendung sowie der Reduktion von Strecken, gleichzeitig CO2-Emissionen, zu zentralen Lagerorten.
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Umsetzung der Anforderungen der EU-Taxonomie
Das Projekt verfolgt die Einhaltung der technischen Anforderungen nach EU-Taxonomie, Klimaziel „Klimaschutz“. Die Taxonomie definiert nachhaltige Wirtschaftsaktivitäten. Unter anderem anhand der Einhaltung technischer Auswahlkriterien sowie der Einordnung nach Umweltzielen. Entlang eines Haupt-Umweltziels müssen dessen Kriterien eingehalten sowie die Verletzung der technischen Kriterien der restlichen Umweltziele vermieden werden. Hierdurch ist höchste Präzision im Boden- und Umweltschutz, der Ressourcenschonung sowie Emissionsvermeidung entlang des Bauprozesses gefordert.
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Qualitätssicherung durch Materialprüfungen im Prozess
Die DGNB-Zertifizierung „Neubau“ mit angestrebter Zertifizierungsstufe „Gold“ legt technische Anforderung an zu verwendende Baumaterialien sowie -produkte fest. Die EU-Taxonomie-Verordnung fordert zusätzliche materialökologische Eigenschaften. Die strikte Konformität der geforderten Qualitätsstufe entlang des Bauprozesses, sichert die Reduktion von Schadstoffemissionen auf ein Minimum. Dies resultiert in höchster Wohnqualität für perpektivische Gebäudenutzende sowie die Vermeidung von Belastungen auf die Umwelt.
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Boden- und Grundwasserschutz
Das Projekt unterliegt hohen Boden- und Grundwasserschutzanforderungen, aufgrund der Lage in einem Trinkwasserschutzgebiet. Resultierend erfolgt während des gesamten Bauprozesses ein Schutz vor Schadstoffeintrag in Boden oder Gewässer, beispielsweise durch das Parkieren sowie Betanken der Baumaschinen auf einem folienbedeckten Bereich sowie der Nutzung von Auffangwannen. Somit kann kein Treibstoff in den Boden gelangen.
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Energiemanagement entlang des gesamten Gebäudelebenszyklus‘
Die Dachfläche des Gebäudes wird mit einer Photovoltaik-Anlage versehen und bedient somit, zusätzlich zu einer Blockheizkraftwerklösung, den Energiebedarf des Gebäudes im Betrieb. Während des Bauprozesses werden Containeranlagen mit energetisch effizienter Ausstattung, Bewegungsmeldern und LED-Leuchtmitteln verwendet. Gleichzeitig herrscht eine aufmerksame Umsetzung der Konzernphilosophie zur Vermeidung erhöhten Energiebedarfs der Containeranlage.
| Ansprechperson Zertifizierung | Verena Schirmer Tel. +49 151 72007098 |
| Projektansprechpartner | Eduard Schwab |
| Baustellenadresse | Gebersdorfer Straße 180 90449 Nürnberg Tel. +49 9305 889-26 ZÜBLIN-Direktion Mitte Sekretariat Bereich Würzburg |
| Download | Pressemitteilung |
| Link | DGNB: Zertifizierung Projekt-Bauherren-Seite Bericht Grundsteinlegung |