Bild zeigt eine Brücken-Baustelle
Bild zeigt eine Brücken-Baustelle © Ed. Züblin AG – Direktion BWE

Modernisierung Montpellierbrücke

Ort: 
Heidelberg

Fertigstellung:
2025

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Modernisierung Montpellierbrücke, Heidelberg

Standort Speyerer Str. in Heidelberg
Durch umfangreiche Instandsetzungs- und Verstärkungsmaßnahmen sollen die festgestellten Schäden sowie die erkennbaren Schadensursachen an der Montpellierbrücke beseitigt und damit das Bauwerk hinsichtlich Standsicherheit, Verkehrssicherheit und Dauerhaftigkeit aufgewertet werden.

Ziel der Baumaßnahme ist es, durch technische Ingenieurleistungen die vorhandene Bausubstanz zu erhalten und die maximale Lebensdauer der Brücke auf etwa 70 Jahre zu verlängern.

Das Projekt strebt eine DGNB-Zertifizierung „Nachhaltige Baustelle“ der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen an.

  • Kenndaten
    • Brückenart: Spannbetonbrücke
    • Baujahr: 1974 – 1976
    • Brückenfläche: 11.700 m²
    • Brückenlänge (Hauptbrücke): 219,3 m (Ost) / 230,5 m (West)
    • Brückenbreite (Hauptbrücke): 37,05 m
    • Brückenaufbau: 4 Teilbauwerke
  • Bauzeit
    • Beginn Dezember 2022
    • Fertigstellung September 2025
  • Baustellenregelbetrieb
    • Montag bis Freitag 07:00 Uhr bis 18:00 Uhr
    • Samstag, Sonntag und feiertags finden in der Regel keine Arbeiten statt.

Zertifiziert von der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB)

Bei diesem Projekt verfolgt die Ed. Züblin AG mehrere Ziele: Eine nachhaltige Baustellenorganisation, die Schonung der Ressourcen sowie die Minimierung der Emissionen, die Verantwortung für die Gesundheit und das Wohlbefinden der Bauenden, die Pflege guter Nachbarschaft und natürlich eine qualitätsreiche Bauausführung. Dafür wurde die Ed. Züblin AG als erstes Unternehmen von der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB) ausgezeichnet.

Hier finden Sie weitere Informationen zum DGNB System für nachhaltige Baustellen: https://www.dgnb-system.de/de/gebaeude/baustelle/

Ausgewählte Maßnahmen am Projekt

  • Staubarme Sanierung durch Einsatz von Hochdruckwasserstrahlen

    Mit einem Hochdruckwasserstrahlverfahren (HDW-Strahlen) wird die Stahlbewehrung an entstandenen Schadstellen freigelegt. Anschließend folgt eine Bewertung des Schadstellenausmaßes und der Sanierung mit neuem Betonmaterial. Das HDW-Strahlen zählt zu den staubarmen Sanierungsverfahren, da beim Betonabtrag entstehender Betonstaub durch das Wasser gebunden wird. Das daraus entstehende Abwasser wird aufgefangen und über Schmutzpumpen in ein Auffangbecken geleitet. Anschließend wird das Abwasser einer Sedimentation und einer Neutralisation unterzogen, bevor es ins regionale Abwassersystem eingeleitet wird.

  • Einhausung Gerüste & mobile Einhausung für HDW-Arbeiten

    Zur Minderung von Staub- und Lärmemissionen sind die äußeren Gerüste um die Montpellierbrücke eingehaust. Außerdem sind für HDW-Arbeiten mobile Einhausungen vorgesehen.

  • Mobilität auf der Baustelle mit E-Bikes

    Bei der Ausschreibung wurden vom Bauherrn zwei E-Bikes vorgesehen, um von Bauherrnseite Baubegehungen sowie eine schnelle Anreise auf die Baustelle zu gewährleisten.

  • Abfallreduktion durch vorkonfektionierte Großgebinde bei Beschichtungsmaterialien

    Aufgrund der großflächigen Brücke sind bei der Bestellung von Beschichtungsmaterialien Großgebinde beim Lieferanten angefragt und bestellt worden, um die Verpackungsmenge zu reduzieren.

  • Anwohnerorientiertes Logistikkonzept

    Lagerflächen befinden sich primär unterhalb der Brücke. Um eine störfreie Materialbelieferung auf der Baustelle zu gewährleisten, wurde für das Sanierungsprojekt die Errichtung einer Baustraße in der ersten Ausführungsphase vorgesehen. So ist ein Zugang zur Brückenunterseite möglich, welche eine Logistikanlieferung entfernt von der lokalen Nachbarschaft ermöglicht.

Ansprechperson Zertifizierung Heinz Müller
Projektansprechpartner Olaf Humburg
Baustellenadresse Speyerer Str.
69115 Heidelberg
Download Pressemitteilung
Link DGNB: Zertifizierung
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