Neubau Trog Mariendorf
Ort:
Münster
Fertigstellung:
2027
Auftraggeber:
Straßen NRW
Neubau Trog Mariendorf, Münster
Standort Mariendorfer Str. in Münster
Vierspuriger Ausbau der B 51
Der Streckenzug der B 51, im Abschnitt der Umgehungsstraße Münster, besteht seit den 60er Jahren. Bereits 1965 war eine Verkehrsüberlastung vorprogrammiert. Die ersten beiden Abschnitte wurden zwischen 1990 und 2001 ausgebaut. Seit 2015 laufen nun die Arbeiten für den jetzigen dritten Bauabschnitt und die Verlängerung als B 481 in Richtung Norden.
Der Ausbau der B 51 wurde notwendig, da die Bundesstraße mit derzeit zwei Fahrstreifen den Erfordernissen nicht mehr genügte und es zu erheblichen Belastungen der Anlieger und der Verkehrsteilnehmer durch Lärm und Verkehrsverdrängung in die angrenzenden Wohngebiete kam.
Rund 210 Millionen Euro werden für die Umgehungsstraße im Bundeshaushalt investiert. In der Gesamtstrecke von 6,2 Kilometern werden 17 neue Brücken, über 5,6 Kilometer Lärmschutzwände und drei Trogbauwerke erstellt.
Mit dem vierspurigen Ausbau der B 51 auf einer Länge von 2,6 Kilometern und dem Neubau der B 481 auf einer Länge von gut 4,6 Kilometern sowie dem Anschluss an die L 587 (Schifffahrter Damm) wird eine durchgehende Süd-Ost-Umgehung für die Stadt Münster geschaffen. Die Umgehungsstraße stellt zukünftig vom Kreuz MS Süd zur Anschlussstelle A1 Greven eine leistungsfähige Verbindung dar, die geeignet ist, auch die zukünftige Verkehrsbelastung aufzunehmen und die Wohngebiete sowie das städtische Straßennetz zu entlasten.
Die Arbeiten sind so weit vorangeschritten, dass auch die nächsten Etappenziele fest geplant sind: In 2026 sollen die Arbeiten für das 900 Meter lange Trogbauwerk im Ausbauabschnitt der B 51 so weit vorangeschritten sein, damit dieser Bauabschnitt für den Verkehr zur Verfügung steht.
Im noch fehlenden, nördlichen Abschnitt der Umgehungsstraße Münster (B 481) wird ein 650 Meter langes Trogbauwerk errichtet. Dieses wird den Straßenverkehr künftig kreuzungsfrei unter der Bahnbrücke der Bahnstrecke Münster-Bremen und der bereits fertiggestellten Brücke in Mariendorf hindurchführen. Die Arbeiten für diesen wichtigen Abschnitt des Bauprojektes starteten im Frühjahr 2025, sodass das gesamte Bauprojekt Ausbau der B 51 und Neubau der B 481 im Jahr 2028 abgeschlossen sein wird.
Das Projekt strebt eine DGNB-Zertifizierung „Nachhaltige Baustelle“ der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen an.
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Kenndaten
- Bebaute Fläche (BF): ≈ 12.000 m²
Erd- und Straßenbau - Baugrubenverbau: ≈ 1.000 m³
- Baugrubenaushub: ≈ 115.000 m³
- Baugrubenverfüllung: ≈ 25.000 m³
- Frostschutzschicht 0/45: ≈ 5.000 m³
- Asphaltarbeiten: ≈ 8.200 m²
Stahlbetonbau - Trogbauwerk – Länge: 610 m
- Trogbauwerk – Breite (var.): 15,50 – 16,50 m
- Sauberkeitsschicht: ≈ 10.800 m²
- Beton: ≈ 31.000 m³
- Betonstahl: ≈ 4.100 t
- Rohrleitungen DN 300 bis DN 500: ≈ 240 m
- Kunststeinverblendung (Mauerwerk): ≈ 3.300 m²
- Bebaute Fläche (BF): ≈ 12.000 m²
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Bauzeit
- Baustelleneinrichtung von 02.06.2025 bis 16.06.2025
- Erdbau: von 01.07.2025 bis 18.08.2026
- Stahlbetonarbeiten Trog: von 05.09.2025 bis 15.04.2027
- Erd-/Straßenbau außerhalb des Trogs: von 05.02.2026 bis 17.06.2027
- Fertigstellung 30.06.2027
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Baustellenregelbetrieb
- Montag bis Freitag 07:00 Uhr bis 18:00 Uhr
- Samstag (bei Bedarf) 07:00 Uhr bis 13:00 Uhr
- Sonntag und feiertags finden in der Regel keine Arbeiten statt.
Zertifiziert von der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB)
Bei diesem Projekt verfolgt die Ed. Züblin AG mehrere Ziele: Eine nachhaltige Baustellenorganisation, die Schonung der Ressourcen sowie die Minimierung der Emissionen, die Verantwortung für die Gesundheit und das Wohlbefinden der Bauenden, die Pflege guter Nachbarschaft und natürlich eine qualitätsreiche Bauausführung. Dafür wurde die Ed. Züblin AG als erstes Unternehmen von der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB) ausgezeichnet.
Hier finden Sie weitere Informationen zum DGNB System für nachhaltige Baustellen: https://www.dgnb-system.de/de/gebaeude/baustelle/
Ausgewählte Maßnahmen am Projekt
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Baubetriebliches Energiemanagement
Baubetriebliche Untersuchungen und Vergleichende Betrachtungen für eine möglichst energiesparende Projektabwicklung. Beispielsweise Auswahl eines großen Betonkübels zur Reduktion der Hübe.
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Ressourceneinsparung und Emissionsminderung durch LEAN Construction
Im Zuge der Lean-Betrachtung wurde ein Produktionsplan mit Abrufterminen erstellt. Die Bau-Produktionsplanung wird wöchentlich detailliert und an den tatsächlichen Fertigungsfortschritt angepasst. Veränderungen aus dem Bauablauf werden laufend berücksichtigt und die Just-in-time-Lieferungen können besser umgesetzt werden. Nach- und Neubestellungen auf Grund später Planänderungen werden vermieden.
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Konzepte zur Reduktion der Umweltwirkungen und Belastungen durch die Baustelle
Das Projekt befindet sich in unmittelbarer Nähe zu angrenzender Wohnbebauung, dahingehend wird versucht, die Belastungen durch die Baustelle so gut wie möglich zu vermeiden bzw. zu reduzieren. Dabei stellen die Konzepte zu Lärm- und Staubvermeidung auf der Baustelle wesentliche Handlungsfelder dar. Ebenso gibt es Konzepte zur Abfallvermeidung und ein umwelt- und anwohnerorientiertes Logistikkonzept.
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Regionale Baupartner
Für die Leistungserfüllung werden regionale Betriebe eingebunden.
| Ansprechperson Zertifizierung | Kristina Pors |
| Projektansprechpartner | Christian Pöppinghaus |
| Baustellenadresse | Mariendorfer Str. 48155 Münster Tel. +49 211 5996-403 Direktion NRW Sekretariat Bereich Ingenieurbau |
| Download | Pressemitteilung |
| Link | DGNB: Zertifizierung Straßen.NRW: www.strassen.nrw.de |