RS76, München
Ort:
München
Fertigstellung:
2026
RS76, München
Standort Richard-Strauss-Straße 76 in München
In der Stadt München ist in der Richard-Strauss-Straße 76 auf dem Flurstück 214/17 des Ortsteils Bogenhausen der Bau zweier Hochhäuser mit Riegelbauwerk und mehreren Untergeschossen geplant.
Das ehemalige Siemens Gebäude des Standorts wurde bereits 2021 abgebrochen.
Der Baugrubenentwurf für das rd. 140m×140m= 19.600m² große Grundstück sieht zur Hälfte eine umlaufende Bohrpfahlwand und zur anderen Hälfte eine Spundwand vor, die beide rückverankert werden.
Aufgrund der neben der Baugrube verlaufenden U-Bahn-Röhre muss die westliche Seite der Baugrube zum Teil mit Stahlaussteifungen in die Baugrube abgefangen werden.
Die Baugrube wird schlüsselfertig durch Züblin Spezialtiefbau GmbH erstellt, d.h. inkl. vorbereitender Maßnahmen (Baustellenabsicherung, Kampfmittelsondierung) und Erdaushub an den nachfolgenden Rohbau übergeben.
Das Projekt strebt eine DGNB-Zertifizierung „Nachhaltige Baustelle“ der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen an.
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Kenndaten
- Grundstücksfläche: ca. 19.600 m²
- Bohrpfahlwand d=90cm 6.366,0 m
- Bohrpfahlwand d=60cm 1.495,0 m
- Laufmeter Verankerung (Lizentemporär) 17.924,0 m
- Spundwand: 4.883,0 m²
- Erdaushub: 188.300,0 m³
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Bauzeit
- Vorarbeiten (Kampfmittel, Bohrschablonen) von November 2022 - Februar 2023
- Baugrubensicherung Pfahlwand von Januar 2023 - Juni 2023
- Baugrubensicherung Spundwand von März 2023 - April 2023
- Ankerung und Stahlaussteifung (in Etappen) von April 2023 - September 2025
- Erdaushub und Restarbeiten (in Etappen) von März 2023 - September 2025
- Übergabe an Rohbau (in Etappen) ab Februar 2024
- Übergabe an Rohbau (in Etappen) bis September 2025
- KITA Gründung von März 2026 - Mai 2026
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Baustellenregelbetrieb
- Montag bis Freitag 07:00 Uhr bis 19:00 Uhr
- Samstag 07:00 Uhr bis 15:00 Uhr
- Sonntag und feiertags finden in der Regel keine Arbeiten statt.
Zertifiziert von der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB)
Bei diesem Projekt verfolgt die Ed. Züblin AG mehrere Ziele: Eine nachhaltige Baustellenorganisation, die Schonung der Ressourcen sowie die Minimierung der Emissionen, die Verantwortung für die Gesundheit und das Wohlbefinden der Bauenden, die Pflege guter Nachbarschaft und natürlich eine qualitätsreiche Bauausführung. Dafür wurde die Ed. Züblin AG als erstes Unternehmen von der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB) ausgezeichnet.
Hier finden Sie weitere Informationen zum DGNB System für nachhaltige Baustellen: https://www.dgnb-system.de/de/gebaeude/baustelle/
Ausgewählte Maßnahmen am Projekt
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Lärmschutz
Zur Lärmminderung, während der Drehbohrarbeiten, werden „Vorhänge“ aus Schallschutzmatten mittels separatem Raupenkran vor dem Pfahlgerät installiert. In Teilbereichen wird ein Gerüst mit Beplankung aus Schallschutzmatten vor dem Pfahlgerät installiert und verfahren. Ein Monitoringprogramm begleitet die Arbeiten.
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Verwendung Abbruchmaterial
Das Abbruchmaterial des Bestandsgebäudes wurde nicht komplett abgefahren und entsorgt. Ein Teil wurde vor Ort zwischengelagert, gebrochen und als Planum für die Drehbohrgeräte wieder eingebaut. Die Gewinnung und der Antransport von reichlich Schüttmaterial wurde so eingespart.
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Waschplatz Fahrmischer
Die Restmengen an Transportbeton dürfen nur an einem gesonderten Ort am Baufeld entladen werden, ebenso dürfen nur dort die Mischerfahrzeuge waschen. Das in geringer Menge anfallende Betonmaterial am Waschplatz wird mittels Hydraulikbagger zerkleinert und als Betonbruch dem Erdbauer übergeben (dieser entsorgt es gesondert, bzw. verwendet es nach Brechen weiter)
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Photovoltaik
Es laufen aktuell Verhandlungen mit Installateuren und den Stadtwerken München, um die Dachfläche der Containerburg mit Photovoltaikanlagen auszustatten.
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Baumschutz
Um mit Großgeräten (Drehbohren, Spundwandramme) die angrenzende Bepflanzung (Baumkronen) nicht zu schädigen, wurden Abstandszäune aus Holz gefertigt und abschnittsweise installiert. Zwischen bepflanzter Grundgrenze und Holzzaun ist kein Baustellenverkehr zu lässig.
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Spundwandverbau
Der temporäre Spundwandverbau an Süd- und Ostseite der Baugrube wird mit wiedergewinnbaren und somit mehrfach einsetzbaren Spundbohlen ausgeführt. Zum Einsatz gelangen Spundbohlen der Reihe „EcoSheetPileTM Plus“ des Herstellers ArcelorMittal: Diese werden zu 100% aus Stahlschrott mit 100% erneuerbarer Energie hergestellt, was deren Co2-Fußabdruck um rd. 80% gegenüber herkömmlichen Spundwänden senkt.
| Ansprechperson Zertifizierung | Christoph Black |
| Projektansprechpartner | Christoph Romeis Hans Loser |
| Baustellenadresse | Richard-Strauss-Straße 76 81679 München Tel. +49 711 7883-460 ZÜBLIN-Spezialtiefbau GmbH Sekretariat Bereich Süd |
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| Link | DGNB: Zertifizierung |