Visualisierung Ruhr-Universität Bochum Ersatzneubau GC-Komplex
Visualisierung Ruhr-Universität Bochum Ersatzneubau GC-Komplex © Visualisierung Gerber Architekten

Ruhr-Universität Bochum Ersatzneubau GC-Komplex

Ort: 
Bochum

Fertigstellung:
2029

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Ruhr-Universität Bochum Ersatzneubau GC-Komplex

Standort: Universitätsstraße 150 in 44801 Bochum
Im Südwesten des Campus der Ruhr-Universität-Bochum entsteht der Ersatzneubau des Gebäudekomplexes GC (kurz: ENB GC).

Das Projekt wird im Auftrag des Bau- und Liegenschaftsbetriebes NRW Dortmund durch die Arbeitsgemeinschaft RUB ENB GC aus der Ed. Züblin AG NRW Bereich Düsseldorf (technisch federführend) und der Zech Hochbau AG Dresden/Düsseldorf (kaufmännisch federführend) geplant und realisiert.
 
Der Ersatzneubau GC umfasst ein 14-geschossiges Hochhaus, die westlich und östlich angrenzenden 2-4-geschossigen Flachbauten (GCFW/ GBCF), den Hörsaalbau HGC, das Brückenbauwerk Nord, die Außenanlagen sowie den südlich vom Gebäude liegenden Parkplatz mit Geothermiefeld und einer Parkplatzüberdachung mit PV-Anlage.
 
Das Gebäude ist im Gebäudestandard KfW 40 geplant.
 
 
Die ARGE RUB ENB GC strebt für das Projekt die Zertifizierung „Nachhaltige Baustelle“ der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen an.

  • Kenndaten
    • Brutto-Grundfläche (BGF): ca. 53.850 m²
    • Hochhaus ENB GC: 10-14 Geschosse (Hanglage)
    • Flachbau: 2-4 Geschosse (Hanglage)
  • Bauzeit
    • Erdarbeiten von November 2025 bis Mai 2026
    • Rohbau von August 2026 bis Juli 2028
    • Ausbau und TGA von November 2027 bis November 2029
    • Fertigstellung Dezember 2029
  • Baustellenregelbetrieb
    • Montag bis Freitag 07:00 Uhr bis 18:00 Uhr
    • Samstag 07:00 Uhr bis 14:00 Uhr
    • Sonntag und feiertags finden in der Regel keine Arbeiten statt.

Zertifiziert von der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB)

Bei diesem Projekt verfolgt die Ed. Züblin AG mehrere Ziele: Eine nachhaltige Baustellenorganisation, die Schonung der Ressourcen sowie die Minimierung der Emissionen, die Verantwortung für die Gesundheit und das Wohlbefinden der Bauenden, die Pflege guter Nachbarschaft und natürlich eine qualitätsreiche Bauausführung. Dafür wurde die Ed. Züblin AG als erstes Unternehmen von der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB) ausgezeichnet.

Hier finden Sie weitere Informationen zum DGNB System für nachhaltige Baustellen: https://www.dgnb-system.de/de/gebaeude/baustelle/

Ausgewählte Maßnahmen am Projekt

  • Digitaler Betonabruf

    Um die Betonagen bestmöglich koordinieren zu können erfolgen die Abrufe mit einer digitalen Anwendung. Insbesondere bei Großbetonagen können die Fördermengen auf die Beton-Pumpe abgestimmt und somit die Wartezeiten der Betonmischer verkürzt werden. Es werden Herstellungszeiten optimiert und Lärmemissionen reduziert.

  • Ressourceneinsparung und Emissionsminderung durch LEAN Construction

    Im Zuge der Lean-Betrachtung wurde ein Produktionsplan mit Abrufterminen (z.B. Dämmung) erstellt. Die Bau-Produktionsplanung wird wöchentlich detailliert und an den tatsächlichen Fertigungsfortschritt angepasst. Veränderungen aus dem Bauablauf werden laufend berücksichtigt und die Just-in-time-Lieferungen können besser umgesetzt werden. Nach- und Neubestellungen auf Grund später Planänderungen werden vermieden.

  • Ressourceneinsparung durch verknüpfte Terminplanung und Baulogistik

    Die Arbeiten (bspw. Rohbau) sind auf die Kran- und Personalkapazitäten abgestimmt, getaktet und bezüglich ihrer baubetrieblichen Abhängigkeiten verknüpft. Alle durchzuführenden Rohbauarbeiten werden pro Taktbereich in einem Vorgang dargestellt. Durch eine genaue Planung ist die Entsorgung optimiert. Der Entsorgungshof befindet sich im südlichen Teil des Baufeldes und besteht aus Absetz- und Abrollmulden in den Größen 7qm – 40qm. Auf dem Entsorgungshof wird fraktionsgerecht getrennt.

  • Baubetriebliches Energiemanagement

    Baubetriebliche Untersuchungen und vergleichende Betrachtungen für eine möglichst energiesparende Projektabwicklung.

  • Vermeidung von Lärmemissionen und Erschütterungen durch gewählte Bauverfahren

    Um Emissionen und Erschütterungen auf der Baustelle zu reduzieren und den laufenden Universitätsbetrieb möglichst nicht zu beeinträchtigen, werden verschiedene Maßnahmen ergriffen. Diese hängen sowohl von den gewählten Bauverfahren als auch von der Organisation der Abläufe ab. Beispielsweise werden im Rohbau Balkone, Treppen sowie Brüstungselemente als Fertigteile ausgeführt. Somit können die Einsätze von lärmintensiven Tätigkeiten bzw. Geräten (Betonpumpe, Kreissäge etc.) reduziert werden. So weit wie möglich sollen lärmintensive Tätigkeiten in der vorlesungsfreien Zeit ausgeführt werden.

Ansprechperson Zertifizierung Kristina Pors (Ed. Züblin AG)
Projektansprechpartner
ARGE RUB ENB GC
Ed. Züblin AG / Zech Hochbau AG
Steffen Haase (Ed. Züblin AG)
Artur Bilski (Zech Hochbau AG)
Baustellenadresse
Universitätsstraße 150
44801 Bochum
 
Direktionsassistentin
Züblin-Direktion NRW, Bereich Düsseldorf
Download Pressemitteilung
Link DGNB: Zertifizierung