Visualisierung Klinikgebäuder
Visualisierung Klinikgebäuder © Schuster Pechtold Schmidt Architekten

Uni-Vorklinikum Regensburg

Ort: 
Regensburg

Fertigstellung:
2025

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Uni-Vorklinikum Regensburg

Standort Am Biopark 12 in Regensburg
Das zu bebauende Grundstück liegt im Süden der Stadt Regensburg, zwischen Altstadt/Bahngelände und der BAB 3 auf dem Gelände des Hochschulcampus Regensburg. 

Dieser befindet sich auf dem Galgenberg zwischen der Universitätsstraße und der Galgenbergstraße.

Das Baufeld für den Neubau der Vorklinischen Medizin liegt im südwestlichen Teil der Universität, südlich anschließend an die Fachbereichsgebäude der westlichen Naturwissenschaften, an die es anzubauen gilt. Im Zuge der Baufeldfreimachung wurde das Bestandsgebäude des Fachbereichs Biologie rückgebaut. Im Süden wird das Baufeld durch die Straße ‚Am Biopark‘ begrenzt. Dieser vorgelagert befinden sich die weiter in Betrieb befindlichen Gewächshäuser des Botanischen Gartens. Im Osten bietet die mittlere Grünachse des Campus mit ihren Blickbeziehungen zum Regensburger Dom eine fußläufige Durchwegung des Campus. Westlich schließen die Freiflächen des Botanischen Gartens an.

Das neu zu errichtende Gebäude der Vorklinischen Medizin ist in einer leiterartigen Struktur konzipiert und besteht aus sechs zwei- bis viergeschossigen Gebäudeteilen, die in Ost-West-Richtung über eine zentrale zweigeschossige Halle verbunden sind. Nördlich wird der Gebäudekomplex direkt an die bestehende Struktur der westlichen Naturwissenschaften angebaut, mit denen die Erschließungsräume gemeinsam genutzt werden. Zwischen den nördlichen Bestandsgebäuden und der zentralen Halle befinden sich die so genannten F-Bauteile (F0, F1 und F2). Südlich der Halle, die die Bezeichnung Bauteil FG trägt, sind die G-Bauteile (G1, G2 und G3) angeordnet. Alle Bauteile sind über ein flächiges Untergeschoss miteinander verbunden. Abweichend hierzu ist das Bauteil F0 nur punktuell an das Untergeschoss angebunden und ansonsten als Tiefhof aufgeständert. In Nord-Süd-Richtung verläuft unterhalb der Bauteile F0 und G1 ein begehbarer Versorgungskanal, der die zentrale infrastrukturelle Versorgung des Campus gewährleistet und unverändert bestehen bleibt. Der Versorgungskanal teilt das Baufeld in einen östlichen und einen westlichen Bereich, weshalb zwei Baustellenzufahrten erforderlich sind.

Das Projekt strebt eine DGNB-Zertifizierung „Nachhaltige Baustelle“ der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen an.

  • Kenndaten
    • Brutto-Rauminhalt (BRI): 124.500 m³
    • Brutto-Grundfläche (BGF): 27.650 m²
    • Oberirdisch: 1-4 Vollgeschosse
    • Unterirdisch: 1-2 Vollgeschosse
  • Bauzeit
    • Baustelleneinrichtung von 28.11.2023 – 15.12.2025
    • Spezialtiefbau von 08.01.2024 – 03.07.2024
    • Rohbauarbeiten von 04.03.2024 – 15.12.2025
  • Baustellenregelbetrieb

    Als Kernarbeitszeit auf dem Baustellengelände gilt gem. Baustellenordnung Ed. Züblin AG:

    • Montag bis Freitag 07:00 Uhr bis 17:00 Uhr
    • Samstag 07:00 Uhr bis 12:00 Uhr
    • Sonntag und feiertags finden in der Regel keine Arbeiten statt.

Zertifiziert von der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB)

Bei diesem Projekt verfolgt die Ed. Züblin AG mehrere Ziele: Eine nachhaltige Baustellenorganisation, die Schonung der Ressourcen sowie die Minimierung der Emissionen, die Verantwortung für die Gesundheit und das Wohlbefinden der Bauenden, die Pflege guter Nachbarschaft und natürlich eine qualitätsreiche Bauausführung. Dafür wurde die Ed. Züblin AG als erstes Unternehmen von der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB) ausgezeichnet.

Hier finden Sie weitere Informationen zum DGNB System für nachhaltige Baustellen: https://www.dgnb-system.de/de/gebaeude/baustelle/

Ausgewählte Maßnahmen am Projekt

  • Fertigteile

    Durch den umfassenden Einsatz von Fertigteilen (Balken und Treppen) kann eine kürzere Bauzeit erreicht werden. Ebenso wird das Abfallaufkommen durch die vorkonfektionierten Bestellungen reduziert.

  • Schalungsoptimierung

    In enger Zusammenarbeit mit Bauherrn, Planern und dem Schalungslieferanten wird benötigtes Material vorab geplant und dahingehend optimiert, die Einzelelemente möglichst oft einsetzen zu können. Hieraus folgt eine Reduktion der Lieferwege, verringerter Platzbedarf vor Ort, als auch die Minimierung von zusätzlichem Baumaterial wie z.B. Bauholz, das sonst oftmals nur einmalige Verwendung findet.

  • Bewehrungsstahl

    Durch den Kauf und die Lieferung von vorkonfektionierter, d.h. fertig gebogener und auf Maß geschnittener Bewehrung können sowohl Lärmemissionen als auch Bewehrungsabfälle zum größten Teil weitestgehend vermieden werden. Auch der Primärenergiebedarf durch optimierte Lieferungen wird dahingehend gesenkt.

  • Digitaler Betonabruf über örtlichen Zulieferer

    Bei der Auswahl des Betonlieferanten wurde bereits auf Regionalität gesetzt, damit Lieferwege verkürzt und etwaiger Ausschuss nahezu vollständig vermieden werden kann. Um die Betonagen bestmöglich koordinieren zu können erfolgen die Abrufe mit einer digitalen Anwendung. Insbesondere bei umfangreichen Betonagen können die Fördermengen auf die Beton-Pumpe abgestimmt und somit die Wartezeiten der Betonmischer verkürzt werden. Es werden Herstellungszeiten optimiert und Lärmemissionen reduziert.

  • Ressourceneinsparung und Emissionsminderung durch LEAN Construction

    Im Zuge der Lean-Betrachtung wurde ein Produktionsplan mit Abrufterminen (z.B. Dämmung) erstellt. Die Bau-Produktionsplanung wird wöchentlich detailliert und an den tatsächlichen Fertigungsfortschritt angepasst. Veränderungen aus dem Bauablauf werden laufend berücksichtigt und die Just-in-time-Lieferungen können besser umgesetzt werden. Nach- und Neubestellungen auf Grund später Planänderungen werden vermieden.

  • Maßnahmen zur Vermeidung von Belastungen durch die Baustelle

    Das Projekt wird im Umgriff von Nachbarbebauungen umgesetzt, die aufgrund des laufenden Betriebs in hochsensibler Forschung und Lehre hohe Ansprüche an die Baustellenauswirkungen hat. Die Belastungen durch die Baustelle werden durch die gewählten Verfahren so gut wie möglich vermieden bzw. reduziert. Beispielsweise wurden zur Gründung erschütterungs- und lärmemissionsarme Verfahren des Spezialtiefbaus angewendet. Dies war ein Kernaspekt der Verbesserung im durch Züblin vorgeschlagenen alternativen Gründungskonzepts. Verschmutzungen von Baustraßen und anliegenden öffentlichen Verkehrswegen werden arbeitstäglich mit einer Kehrmaschine, inklusive Wassersprühnebel zur Staubvermeidung, gereinigt. Notwendige Schleifarbeiten werden auf ein Minimum reduziert und nur mit direkter Absaugung ausgeführt.

  • CMC-Verfahren

    Im Rahmen der Spezialtiefbauarbeiten wurde das CMC-Verfahren der Menard GmbH angewandt, die Gründungslösung optimiert und damit der CO2-Bedarf der Baumaßnahme reduziert. Die Verfahrensauswahl erfolgte mitunter Berücksichtigung des Global Warming Potential (t eq CO2).

  • Baubetriebliches Energiemanagement

    Baubetriebliche Untersuchungen und vergleichende Betrachtungen für eine möglichst energiesparende Projektabwicklung, wie beispielsweise die Auswahl eines großen Betonkübels zur Reduktion der Kranhübe, werden umgesetzt.

Ansprechperson Zertifizierung Valerie Sartorius
Projektansprechpartner Christoph Kindsmüller
Baustellenadresse Am Biopark 12
93053 Regensburg

Tel. +49 941 4021-500
ZÜBLIN-Direktion Bayern
Bereich Regensburg
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Link DGNB: Zertifizierung