Wallraf-Richartz-Museum & Fondation Corboud
Ort:
Köln
Bauzeit:
2/2025 - 1/2028
Auftraggeber:
Stadt Köln
Erweiterungsbau des Wallraf-Richartz-Museums in Köln
Die Ed. Züblin AG, Direktion Nordrhein-Westfalen, Bereich Köln, errichtet im Auftrag der Stadt Köln den Erweiterungsbau des Wallraf-Richartz-Museums & Fondation Corboud.
Der durch das Schweizer Architekturbüro Christ & Gantenbein entworfene Erweiterungsbau wird in der Kölner Altstadt realisiert und durch ein unterirdisches Verbindungsbauwerk mit dem vorhandenen Bestandsgebäude des Museums verbunden. Damit werden ca. 5.500 qm BGF für das Museum sowie ca. 900 qm BGF hochwertige städtische Verwaltungsflächen geschaffen, die in der neu zu errichtenden Blockbebauung entstehen.
Die Highlights des Projektes stellen unter anderem die südliche Gebäudeecke dar, die aufgrund der darunterliegenden U-Bahn-Tunnel durch einen massiven Abfangträger aus Stahl abgefangen wird. Der Baukörper wird durch Auskragungen über einer römischen Stadtmauer und einem antiken Dükerbauwerk abgefangen, sodass diese geschichtlichen Dokumente nahezu unversehrt im Boden erhalten bleiben.
Im Inneren beeindrucken bis zu 11 Meter frei gespannte Betondecken mit höchsten gestalterischen Ansprüchen, die in einem ausgeklügelten Verbundsystem aus Fertig- und Ortbeton mit verdeckt liegender integrierter Gebäudetechnik realisiert werden. Die Fassade greift mit einer aufwendig reliefierten Backsteinstruktur in Kombination mit einem Schriftzug-Sockel aus pigmentiertem Sichtbeton die archäologischen Schichten der Stadt auf.
Der unterirdische Verbindungsgang unter der Martinstraße verknüpft den Erweiterungsneubau mit dem Bestandsgebäude – ein Meisterwerk moderner Baukultur im Herzen der Kölner Altstadt.
Durch die Arbeiten soll unter anderem die optimale Unterbringung bzw. Präsentation der Sammlung Corboud geschaffen werden. Der Schweizer Gerhard J. Corboud und seine Frau Marisol, eine gebürtige Kölnerin, lebten lange Zeit in Köln. Sie haben der Stadt Köln im Jahre 2001 eine Sammlung von 170 Gemälden, „als ewige Leihgabe“ zugunsten des Wallraf-Richartz-Museums überlassen und damit in die Obhut der Stadt Köln gegeben.
Das Projekt strebt eine DGNB-Zertifizierung „Nachhaltige Baustelle“ der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen an.
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Kenndaten
- Brutto-Grundfläche (BGF): 5.500 m²
- Geschosse (oberirdisch): 3
- Geschosse (unterirdisch): 2
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Bauzeit
- Baustelleneinrichtung von 10/25 bis 06/28
- Rohbauarbeiten von 02/26 bis 08/27
- Gebäudehülle von 06/27 bis 12/27
- Ausbauarbeiten von 01/27 bis 02/28
- Fertigstellung vsl. Juni 2028
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Baustellenregelbetrieb
Montag bis Freitag 07:00 Uhr bis 18:30 Uhr
Samstag 07:00 Uhr bis 14:30 Uhr
An Sonn- und Feiertagen finden in der Regel keine Arbeiten statt
Zertifiziert von der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB)
Bei diesem Projekt verfolgt die Ed. Züblin AG mehrere Ziele: Eine nachhaltige Baustellenorganisation, die Schonung der Ressourcen sowie die Minimierung der Emissionen, die Verantwortung für die Gesundheit und das Wohlbefinden der Bauenden, die Pflege guter Nachbarschaft und natürlich eine qualitätsreiche Bauausführung. Dafür wurde die Ed. Züblin AG als erstes Unternehmen von der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB) ausgezeichnet.
Hier finden Sie weitere Informationen zum DGNB System für nachhaltige Baustellen: https://www.dgnb-system.de/de/gebaeude/baustelle/
Ausgewählte Maßnahmen am Projekt
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Ressourceneinsparung und Emissionsminderung durch LEAN Construction
Im Zuge der Lean-Betrachtung wurde ein Produktionsplan mit Abrufterminen (z.B. Dämmung) erstellt. Die Bau-Produktionsplanung wird wöchentlich detailliert und an den tatsächlichen Fertigungsfortschritt angepasst. Veränderungen aus dem Bauablauf werden laufend berücksichtigt und die Just-in-time-Lieferungen können besser umgesetzt werden. Nach- und Neubestellungen auf Grund später Planänderungen werden vermieden.
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Maßnahmen zur Vermeidung von Belastungen durch die Baustelle
Das Projekt befindet sich in zentraler, innerstädtischer Lage, dahingehend wird versucht, die Belastungen durch die Baustelle so gut wie möglich zu vermeiden bzw. zu reduzieren. Dabei stellen die Konzepte zu Lärm- und Staubvermeidung sowie der Schutz von Boden und Grundwasser auf der Baustelle wesentliche Handlungsfelder dar. Ebenso gibt es Konzepte zur Abfallvermeidung und ein umwelt- und anwohnerorientiertes Logistikkonzept.
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Digitaler Betonabruf / digitaler StahlabrufUm die Betonagen bestmöglich koordinieren zu können erfolgen die Abrufe mit einer digitalen Anwendung. Es werden Herstellungszeiten optimiert und Lärmemissionen reduziert.
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KommunikationInformieren der ÖffentlichkeitInformieren der Anwohner und des lokalen GewerbesInformationsplattform
| Ansprechperson Zertifizierung | Kristina Pors |
| Projektansprechpartner | Eduard Manz |
| Baustellenadresse | Marsplatz 10 50679 Köln Claudia Palten Bereichsassistentin ZÜBLIN-Direktion NRW Bereich Köln |
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