Instandsetzung Tiefgarage Oxfordstraße
Ort:
Bonn
Bauzeit:
08/2023 – voraussichtlich 03/2025
Auftraggeber:
Primevest
Instandsetzung der Tiefgarage Oxfordstraße
Die Tiefgarage unter der Bundesstraße 56 in Bonn erstreckt sich über drei Untergeschosse und bietet insgesamt 425 Parkplätze. Sie wurde in den 1960er Jahren errichtet und trägt Lasten aus Schwerverkehr und der darüberliegenden Straßenbahntrasse durch massive Stützen in den Untergrund ab.
Im Rahmen zahlreicher Vor-Ort-Begehungen der Materialprüfungsanstalt (MPVA) und der ZÜBLIN Bauwerkerhaltung wurden umfangreiche betontechnologische Untersuchungen an präzise ausgewählten Stellen durchgeführt. Zudem wurden gezielte Bauteilöffnungen vorgenommen, um den aktuellen Korrosionszustand der Bewehrung zu prüfen. Dabei konnten an sämtlichen untersuchten Stützenpositionen fortgeschrittene Korrosion und vereinzelt auch erheblicher Materialverlust festgestellt werden.
Aufgrund der starken Kontaminierung des Betons durch Chloride, insbesondere im Bereich der Stützen, wurde die ZÜBLIN Bauwerkserhaltung mit der umfangreichen Instandsetzung der Tiefgarage beauftragt. Da die Erhöhung der Betondeckung als Sanierungsmaßnahme nicht möglich war, wurde sich dazu entschlossen, die insgesamt 154 betreffenden Stützen vollständig zu entfernen und mit neuen, kompakteren Stützen zu ersetzen.
Identifikation von alternativen Sanierungsmaßnahmen
Ergebnisse einer speziell durchgeführten Machbarkeitsstudie ergaben eine differenzierte Herangehensweise für die Instandsetzung und Ertüchtigung der Tiefgarage. Aktuell bestehende Stützen werden unter Einsatz einer temporären Hilfskonstruktion entfernt und durch neue, schmalere Stahlbetonstützen ersetzt. An betroffenen Beton- und Wandflächen wird eine Betoninstandsetzung durchgeführt. Schadhafte Stützen, an denen ein Rückbau und Neubau aufgrund von zu hohen Lasten durch Bebauungen oberhalb der Tiefgarage nicht möglich ist, werden ebenfalls durch eine entsprechende Betoninstandsetzung überholt.
Bisherige Maßnahmen:
- Abbruch von ca. 8.000 m2 Gussasphalt
- Abstützung der 56 Stützstränge mittels Stahlbau und Hydraulikpressen
- Entfernung und Neubetonage der 154 geschädigten Stahlbetonstützen mit vorgefertigten Bewehrungskörben
- Betonsanierung an sämtlichen Bauteilen
- Einbau von ca. 11.000 m2 PRM-Estrich
- Beschichtung von ca. 11.000 m2 inkl. Markierung der Bodenflächen