Außenansicht auf das iWerkx mit Sicht auf die Parkplätze
Außenansicht auf das iWerkx mit Sicht auf die Parkplätze © Andreas Räsch

iWerkx – Smart Production Park Karlsruhe

Ort: 
Karlsruhe

Bauzeit: 
2/2021 - 7/2023

Auftraggeber: 
Hoepfner Bräu, Friedrich Hoepfner Verwaltungsgesellschaft

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iWerkx – Smart Production Park Karlsruhe

Mit dem iWerkx – Smart Production Park Karlsruhe wurde ein Gebäude geschaffen, das Innovation, Nachhaltigkeit und Flexibilität vereint. Es bietet optimale Bedingungen für Unternehmen, die die Zukunft der industriellen Digitalisierung gestalten und setzt dabei architektonisch wie funktional Maßstäbe mit Anekdoten an die Geschichte des Areals.

Mit dem Projekt ARGE iWerkx – Smart Production Park Karlsruhe entstand zwischen 2020 und 2023 ein hochmodernes Innovationszentrum für Unternehmen, die sich auf die Digitalisierung industrieller Produktion und den Handel spezialisiert haben. Gefördert durch das Land Baden-Württemberg und die Europäische Union, bietet das Gebäude eine zukunftsorientierte Infrastruktur für Hightech-Firmen und Start-ups.

Ein Gebäude mit Konzept: Funktion trifft Flexibilität

Das S-förmige Gebäude mit zwei begrünten Innenhöfen erstreckt sich über fünf Geschosse und eine durchgehende Tiefgarage mit 100 Stellplätzen. Die Gesamtfläche von rund 18.000 m² Bruttogrundfläche (BGF) ist in flexibel nutzbare Mieteinheiten von 200 bis 3.000 m² unterteilt. Diese Struktur ermöglicht eine individuelle Anpassung an die Bedürfnisse der Mieter, die von Büroflächen über Versuchsanlagen bis hin zu Kleinserienproduktionen und Prototypentwicklungen reichen.

Industrieller Charakter durch sichtbare Technik

Ein zentrales gestalterisches Element ist die sichtbare Gebäudetechnik: Heiz- und Kühldeckensegel sowie technische Installationen wurden offen an der Decke montiert, um den industriellen Charakter zu betonen. Ergänzt wird dieser Eindruck durch zahlreiche Bauteile in Sichtbeton, darunter Treppenhäuser, Decken, Wände und Stützen. Die Sanitärkerne wurden vollständig ausgebaut und befinden sich zentral an den Treppenhäusern. Die Mietbereiche selbst wurden teilweise vorbereitet, sodass individuelle Ausbauten durch die Mieter möglich sind.

Außenansicht auf das iWerkx von der Rintheimer Straße in Karlsruhe aus © Andreas Räsch
Das iWerkx von der Rintheimer Straße in Karlsruhe aus

Flexible Raumgestaltung für moderne Arbeitswelten

In allen Bereichen wurde hochwertiges Parkett auf Hohlraumböden verlegt, was eine flexible Verkabelung und technische Anpassung erlaubt. Die Integration zahlreicher Consolidation-Points unterstützt eine schnelle und bedarfsgerechte Installation. In einigen Mieteinheiten wurden bereits Trockenbauwände und Systemtrennwände zur Raumgliederung eingebaut. Die offene Grundstruktur ermöglicht es dem Bauherrn und den Mietern, Raumzuschnitte und Flächengrößen auch während der Nutzung flexibel zu verändern und an die sich ändernden Bedürfnisse anzupassen.

Technik trifft Tragfähigkeit

Im Erdgeschoss wurde ein besonders tragfähiger Estrich mit einer Belastbarkeit von 10 kN/m² eingebracht – ideal für die Installation und Nutzung schwerer Maschinen. Der Einbau erfolgte mithilfe eines Estrichroboters, der für Präzision und Effizienz sorgte.

Nachhaltigkeit auf dem Dach: Retention und Photovoltaik

Die gesamte Dachfläche wurde als Retentionsdach ausgeführt. Regenwasser wird zunächst zurückgehalten, bevor es verzögert in die Kanalisation geleitet wird. Dies schützt vor Überlastung bei Starkregen und sorgt gleichzeitig für eine langanhaltende Bewässerung der Dachbegrünung. Zusätzlich wurden Photovoltaikanlagen installiert, die zur nachhaltigen Energieversorgung beitragen. Großzügige Dachterrassen bieten Ausblicke über Karlsruhe und die angrenzende Hoepfner-Burg.

Innenhof des S-förmigen Gebäude mit Brunnenelement und begrünten Vordächern © Andreas Räsch
Innenhof des S-förmigen Gebäude mit Brunnenelement und begrünten Vordächern

Fassade mit Charakter und Geschichte

Die Eingangsbereiche sind durch ein Brunnenelement und Sichtbetonvordächer mit integrierter Fassadenbegrünung gestaltet. Diese bieten nicht nur Schutz, sondern unterstreichen den hochwertigen und funktionalen Charakter des Gebäudes.
Die vorgehängte Faserzementfassade und die Exyddecke im Erdgeschoss runden das Gebäude auch optisch hochwertig ab. Die sandsteinfarbenen Faserzementplatten passen sich hier gut in die Umgebung mit der Hoepfner-Burg im Hintergrund und den alten Gebäuden der Karlsruher Oststadt ein. Bodentiefe, verspringende Fenster sorgen für ein helles Arbeitsklima und lockern die Fassadengestaltung auf.
Im Bereich der Rintheimer Straße wurden Medaillons mit Plastiken der Hoepfner-Familie integriert – eine Verbindung von moderner Architektur und regionaler Geschichte in Anspielung auf die Vergangenheit des Grundstücks.

Direktion: