Schleuse Kriegenbrunn
Ort:
Erlangen/Kriegenbrunn
Bauzeit:
2024 - 2032
Auftraggeber:
Wasserstraßenstraßen-Neubauamt Aschaffenburg (WNA) im Auftrag der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes (WSV)
ARGE Schleuse Kriegenbrunn
ZÜBLIN gestaltet die Zukunft der Wasserstraßen: Der Ersatzneubau der Schleuse Kriegenbrunn am Main-Donau-Kanal ist eines der größten Infrastrukturprojekte Deutschlands.
Mit modernster Technik, nachhaltigen Lösungen und digitaler Planung schaffen wir eine Schleusenanlage, die den Schiffsverkehr langfristig sichert. Ingenieursbaukunst auf höchstem Niveau – für eine leistungsfähige und ressourcenschonende Binnenschifffahrt. Die Erstellung des Ersatzneubaus wird als ARGE zwischen der Ed. Züblin AG, Züblin Spezialtiefbau GmbH und Bauer Spezialtiefbau GmbH umgesetzt.
Ingenieurbaukunst für die Zukunft: ZÜBLIN baut die neue Schleuse Kriegenbrunn
Die Schleuse Kriegenbrunn am Main-Donau-Kanal ist seit über fünf Jahrzehnten ein zentrales Bindeglied für die Binnenschifffahrt zwischen Nordsee und Schwarzem Meer. Doch die bestehende Anlage, gebaut zwischen 1966 und 1970, weist inzwischen massive bauliche Schäden auf, die sich durch Sanierungen allein nicht mehr nachhaltig beheben lassen. Deshalb hat das Wasserstraßen-Neubauamt Aschaffenburg den Ersatzneubau geplant – ein Projekt, das in seiner Dimension und Komplexität neue Maßstäbe setzt: Bis 2032 entsteht direkt neben der bestehenden Schleuse eine hochmoderne Anlage, die den Schiffsverkehr langfristig sichert und gleichzeitig ökologische Standards erfüllt. Die neue Schleuse wird eine 190 Meter lange Kammer, die drei große Sparbecken zur effizienten Wassernutzung sowie leistungsfähige Vorhäfen und Verkehrsanbindungen umfassen. Zusätzlich wird der Kanal um rund 44 Meter verlegt, um die neue Infrastruktur optimal einzubinden.
Technische Höchstleistungen im Ingenieurtief- und Spezialtiefbau
Die Dimensionen des Projekts sind beeindruckend: Rund 900 Bohrpfähle mit Tiefen bis zu 37 Metern werden gesetzt – ausgeführt u.a. mit Deutschlands größtem Bohrgerät. Die Baugrube erreicht eine Tiefe von etwa 30 Metern und erfordert ein technisch anspruchsvolles System aus Verbau, Aussteifung und Wasserhaltung. Parallel dazu entstehen die massiven Bauteile der Schleusenkammer und Sparbecken in komplexer Geometrie. Hier bringt ZÜBLIN seine gesamte Expertise im Ingenieurbau ein.
Bauen unter laufendem Betrieb – Präzision und Logistik im Einklang
Eine besondere Herausforderung ist die Umsetzung bei laufendem Schifffahrtsbetrieb. Während die neue Schleuse entsteht, bleibt die bestehende Anlage größtenteils in Betrieb. Das erfordert anspruchsvolle Planung, ausgeklügelte Logistik und höchste Sicherheitsstandards.
Nachhaltigkeit im Fokus
Mit dem Sparbeckensystem wird die neue Schleuse bis zu 60 % des Schleusungswassers einsparen – ein entscheidender Beitrag zur Ressourcenschonung. Zudem wird die Anlage robuster und wartungsärmer konzipiert, um langfristig Betriebskosten zu senken und die Verfügbarkeit zu erhöhen.
Ein Projekt von nationaler Bedeutung
Mit einem Volumen von rund 532 Millionen Euro zählt der Ersatzneubau der Schleuse Kriegenbrunn zu den größten Infrastrukturvorhaben im deutschen Wasserstraßennetz. Für ZÜBLIN bedeutet das: Ingenieursbaukunst auf höchstem Niveau, kombiniert mit Innovationskraft und nachhaltigem Denken. Gemeinsam mit unseren Partnern gestalten wir die Zukunft der Binnenschifffahrt – leistungsfähig, ressourcenschonend und technisch wegweisend.