Tunnel Albabstieg
Ort:
Ulm
Bauzeit:
2013 - 2019
Auftraggeber:
DB Projekt Stuttgart - Ulm GmbH, Stuttgart
Tunnel Albabstieg
Im Rahmen des Bahnprojekts Stuttgart21 hat die Deutsche Bahn auf der NBS Wendlingen-Ulm die Ed. Züblin AG als technischen Federführer in Arbeitsgemeinschaft mit dem Bau des Albabstiegstunnels beauftragt.
Der 6.800 m lange Streckenabschnitt der NBS Wendlingen-Ulm besteht im Wesentlichen aus den beiden eingleisigen, je ca. 5.880 m langen Röhren des Tunnels Albabstiegs, die mit 11 Querschlagsbauwerken verbunden sind.
Die Vortriebe mit einem Ausbruchvolumen von 1,2 Mio. cbm erfolgten in Spritzbetonbauweise von 2 Angriffspunkten aus jeweils parallel in beiden Röhren: vom Nordportal Dornstadt in Richtung Lehrer Tal und vom Zwischenangriff Lehrer Tal aus Richtung Dornstadt und nach Ulm. Der Tunnel wurde mit Kunststoffabdichtungsbahnen und einer Ortbetoninnenschale mit 40 bzw. 50 cm Stärke ausgebaut.
Neben der Ausführungsplanung für die Gesamtmaßnahme gehörten die 50 m lange Offene Bauweise am Portal Dornstadt wie auch Tief- und Kanalbauarbeiten für die Bahntrasse auf einer 950 m langen Freien Strecke einschließlich zweier großen Erdbauwerke mit einem Gesamtvolumen von 550.000 m³ sowie umfangreiche Kanalbauarbeiten im Bereich Portal Dornstadt zum Auftragsumfang.
Geologie/Hydrologie
Vorherrschend sind massige und geschichtete Weißjura- Formationen, weiterhin liegende Bankkalke und die Zementmergel-Formation.
Der portalnahe Bereich liegt in der Unteren Süßwassermolasse.
Da im Weißjura das Antreffen von Karsterscheinungen wahrscheinlich war, wurde vortriebsbegleitend ein umfangreiches Erkundungsprogramm mit Bohrungen um den Tunnelquerschnitt ausgeführt. Beim Vortrieb wurden mit Sedimenten gefüllte Karstschlote unterschiedlicher Mächtigkeit wie auch eine große Karsthöhle angetroffen. Der Tunnel liegt nicht im Grundwasser, wurde aber für einen Wasserstand zwischen 0 und 15 m über Tunnelfirste bemessen.