Tunnel Boyneburg
Ort:
Boyneburg, Deutschland
Bauzeit:
2018 - 2024
Auftraggeber:
DEGES Deutsche Einheit Fernstraßenplanungs- und -bau GmbH
Tunnel Boyneburg
1,7 km langer Autobahntunnel in Spritzbetonbauweise
Die ZÜBLIN-Direktion Tunnelbau errichtete im Auftrag der DEGES einen rd. 6 km langen Bauabschnitt der BAB 44. Der Bauabschnitt liegt zwischen Kassel und Herleshausen und schließt die Lücke im Netz der Bundesautobahnen zwischen der BAB 7 bei Kassel und der BAB 4 bei Wommen. Das Herzstück dieses Bauabschnitts bildet der 1,7 km lange Tunnel Boyneburg.
Das Tunnelbauwerk besteht aus zwei parallel verlaufenden Röhren mit jeweils zwei Fahrspuren und einer Breite von 10,9 m. Im Abstand von 500 m sind in jeder Röhre Pannenbuchten angeordnet, in denen der Querschnitt auf 14,4 m Breite aufgeweitet wurde. Im nördlichen Tunnelabschnitt wurden auf einer Länge von rund 200 m die Ein- bzw. Ausfädelspuren der Anschlussstelle Ringgau ebenfalls im aufgeweiteten Querschnitt in den Tunnel positioniert.
ZÜBLIN hat den Autobahntunnel in Spritzbetonbauweise mittels Spreng- und Baggervortrieb hergestellt. Das Ausbruchsvolumen betrug 400.000 m³. Die mit einer Kunststoffdichtungsbahn gegen das anstehende Grund- und Schichtenwasser abgedichteten Innenschalen bestehen aus Stahlbeton mit Stärken von 40 – 60 cm.
Nördlich und südlich des Tunnels errichtete ZÜBLIN entlang der Trasse auf einer Strecke von je rd. 2 km zwei Betriebsgebäude, mehrere Ingenieurbauwerke, den Strecken- und Fahrbahnbau und führte umfangreiche Spezialtiefbauarbeiten aus. Der Auftrag umfasste neben den erweiterten Rohbauarbeiten auch die Erstellung der Ausführungsplanung.
Neben der ZÜBLIN-Direktion Tunnelbau (GU) waren ZÜBLIN Spezialtiefbau, die STRABAG-Direktion Großprojekte West und der Bereich Tunnelabdichtung als konzerninterne Nachunternehmer maßgeblich am Bau beteiligt.