Foto Neubau des Eisenbahntunnels „Tunnel Rastatt“
Foto Neubau des Eisenbahntunnels „Tunnel Rastatt“ © Andreas Muhs

Tunnel Rastatt

Ort: 
Ötigheim, Deutschland

Auftraggeber: 
DB Infra GO AG Karlsruhe

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Tunnel Rastatt

Im Zuge der Ausbau- und Neubaustrecke Karlsruhe – Basel erfolgt der Neubau des Eisenbahntunnels „Tunnel Rastatt“.

Der Tunnel mit zwei eingleisigen Röhren hat eine Gesamtlänge von 4.270 m. Davon wurden bei der Oströhre 3.826 m und bei der Weströhre 3.890 m in geschlossener Bauweise mit zwei TBM’s (Hydroschild mit Separieranlage) mit einem kreisrunden Querschnitt und einem einschaligen Tübbingausbau d = 50 cm hergestellt.

Der Bohrdurchmesser der Maschinen betrug 10,97 m, der Innendurchmesser des fertiggestellten Tunnels 9,60 m. Hervorzuheben ist die Unterfahrung des FFH-Gebiets Federbach im Schutz eines von der Geländeoberfläche aus hergestellten Vereisungsdaches.
 
Beim Tunnelvortrieb fielen insgesamt rund 710.000 m³ Ausbruchsmasse an. Der Baugrund besteht aus grundwasserführenden Schichten des Quartärs und Tertiärs mit überwiegend quartären Kiesen und Sanden und untergeordneten tertiären Schluffen und Tonen.
 
9 Verbindungsbauwerke, sogenannte Querschläge, dienen als Fluchtwege bzw. zur Anbindung an einen Ver- und Entsorgungsschacht. Sie wurden in einem Abstand von je 500 m in Spritzbetonbauweise mit Vereisung zur Stabilisierung des umliegenden Baugrunds aufgefahren. Anschließend erfolgte der Einbau einer Innenschale mit außenliegender Abdichtung.
 
Die an beiden Tunnelenden angeordneten offenen Bauweisen gliedern sich in Nord und Süd. Der Bereich Nord beinhaltet eine Grundwasserwanne mit einer Länge von 800 m und einen 45 m langen Tunnel in offener Bauweise. Der Bereich Süd umfasst eine Grundwasserwanne mit einer Länge von 895 m, sowie Tunnelröhren in offener Bauweise mit einer Länge von 382 m bei der Oströhre und 336 m bei der Weströhre. Grundsätzlich erfolgte die Herstellung der Bauwerke in offener Bauweise mittels einer wasserundurchlässigen Baugrubenumschließung sowie einer rückverankerten Unterwasserbetonsohle.
 
Ein Versorgungsschacht mit einem Durchmesser von 3,60 m und einer Tiefe von 30 m wurde aus kreisförmig angeordneten überschnittenen Bohrpfählen (D = 1,50 m) mit einer Ortbetoninnenschale hergestellt. Der Schacht dient zur Entwässerung im Tiefpunkt des Tunnels und ist hierfür mit einer Hebeanlage und einem Betriebsgebäude ausgestattet.
 
Eine Eisenbahnbrücke und eine Wirtschaftswegüberführung vervollständigen den ausgeführten Leistungsumfang.
 

Auftraggeberin:           DB Infra GO AG Karlsruhe
Auftragnehmer:           Arbeitsgemeinschaft
                                   Ed. Züblin AG, Dir. IU-Tunnelbau
                                   HOCHTIEF Solutions AG

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