Detailaufnahme eines Lichtauge des Tiefbahnhofs S21
Detailaufnahme eines Lichtauge des Tiefbahnhofs S21 © Achim Birnbaum

Tiefbahnhof Stuttgart 21 (S21)

Ort: 
Stuttgart

Bauzeit: 
2012 - 2026 (Rohbau)

Auftraggeber: 
DB Projekt Stuttgart–Ulm GmbH

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Tiefbahnhof Stuttgart 21 (S21)

850 Meter Länge, 80 Meter Breite, 28 Kelchstützen: Der neue Tiefbahnhof Stuttgart 21 ist ein Meilenstein für moderne Infrastruktur und ein Paradebeispiel für höchste Ingenieurskunst. ZÜBLIN setzt auf digitale Planung, innovative Bauverfahren und höchste Präzision, um eines der komplexesten Projekte Europas zu realisieren.

Stuttgart 21 – Der Tiefbahnhof als neuer Maßstab moderner Infrastruktur

Mit dem Projekt Stuttgart 21 entsteht eines der größten und anspruchsvollsten Infrastrukturvorhaben Europas. Ziel ist die Umwandlung des bisherigen Kopfbahnhofs in einen hochmodernen, unterirdischen Durchgangsbahnhof, der die Landeshauptstadt Stuttgart an das europäische Hochgeschwindigkeitsnetz anbindet. Die Direktion Ingenieur- und Infrastrukturbau der Ed. ZÜBLIN AG ist als federführendes Bauunternehmen maßgeblich an der Realisierung dieses Jahrhundertprojekts beteiligt und setzt damit neue Maßstäbe im Ingenieur- und Infrastrukturbau.

Unser Auftrag, Leistungsumfang und Herausforderungen

ZÜBLIN verantwortet den Bau des neuen Tiefbahnhofs. Begonnen wurde im Jahr 2012. Die Arbeiten umfassen die Errichtung der 450 Meter langen und rund 80 Meter breiten Bahnsteighalle, die Herstellung der Tunnelbauwerke am Nord- und Südkopf sowie umfangreiche Infrastrukturmaßnahmen, wie Dükerbauwerke, Medienkanäle und den Umbau der S-Bahn. Die Realisierung des Tiefbahnhofs erfolgt unter komplexen innerstädtischen Bedingungen sowie unter laufendem Betrieb. Neben der offenen Bauweise der Tunnelköpfe und der Halle sind Spezialtiefbauarbeiten und Unterfangungen denkmalgeschützter Gebäude erforderlich. Für die digitale Planung und Steuerung eines solch komplexen Großprojektes setzt ZÜBLIN auf den Einsatz von BIM (Building Information Modeling)

Architektonische und technische Meisterleistung

Das architektonische Highlight des neuen Bahnhofs ist das lichtdurchflutete Schalendach, getragen von 28 monumentalen Kelchstützen. Jede dieser Stützen ist ein Unikat in Form, Neigung und Höhe und stellt höchste Anforderungen an Planung, Schalung und Betonage. Für die Herstellung kamen modernste Verfahren zum Einsatz: digitale 3D-Modelle, CNC-Technik und hochpräzise Schalungssysteme von ZÜBLIN Timber. Etwa 720 Kubikmeter Beton und rund 350 Tonnen Bewehrungsstahl wurden pro Kelchstütze verarbeitet, insgesamt über 53.000 qm gekrümmte Sichtbetonschalung der Schalungsklasse SB4. Die Kelchstützen sind nicht nur statische Elemente, sondern prägen das Erscheinungsbild des lichtdurchfluteten, futuristischen Bahnhofs und schaffen eine einzigartige Verbindung von Funktionalität und Design.