Nachtaufnahme des Universitätsklinikums in Jena
Nachtaufnahme des Universitätsklinikums in Jena © Steffen Spitzner

Universitätsklinikum Jena

Ort: 
Jena

Bauzeit: 
7/2013 - 9/2017

Auftraggeber: 
Universitätsklinikum Jena

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Neubau des Universitätsklinikums Jena – 2. Bauabschnitt

Für das Universitätsklinikum Jena realisierte die Ed. Züblin AG, Direktion Ost, Bereich Jena – gemeinsam mit dem Bereich SF-Bau Hamburg/Schleswig-Holstein – den schlüsselfertigen Neubau im zweiten Bauabschnitt. Drei Gebäudekomplexe mit modernster Infrastruktur für Versorgung, Forschung und Lehre auf einer Bruttogeschossfläche von rund 97.886 m² verbinden Funktionalität, Technik und Flexibilität.

Zwischen Juli 2013 und September 2017 entstand am Universitätsklinikum Jena ein zentraler Erweiterungsbau, um die bisher auf verschiedene Gebäude verteilten klinischen Disziplinen, Institute und Funktionsbereiche an einem Standort zu bündeln. ZÜBLIN übernahm als Generalunternehmer die Gesamtverantwortung – von der Ausführungsplanung über die Hochbauleistungen bis zur schlüsselfertigen Übergabe der drei Gebäudekomplexe.

Bauwerksstruktur und technische Ausführung

Die Neubauten erstrecken sich über eine Bruttogeschossfläche von 97.886 m² mit einem Bruttorauminhalt von 555.750 m³ und bieten Platz für 710 Betten sowie 14 Operationssäle. Sie sind als Stahlbetonskelettkonstruktionen mit Flachdecken und Lochfassade ausgeführt. Die Fassaden kombinieren Einzel­fenster, Wärmedämmverbundsystem (WDVS) und Pfosten-Riegel-Elemente und gewährleisten eine hochwertige, funktionale Gebäudehülle.

Neben dem Hochbau umfasste der Leistungsumfang die komplette technische Gebäudeausrüstung (TGA). Dazu gehören fest installierte Labor- und Medizintechnik, Rohrpost- und automatisches Warentransportsystem sowie Anlagen zur Versorgung der medizinischen Zentren mit medizinischen Gasen. Auch die Infrastruktur für Forschung und Lehre wurde vollständig integriert.

Die Außenanlagen auf rund 13 Hektar wurden umfassend neugestaltet und verkehrstechnisch eingebunden. Wege, Grünflächen und Aufenthaltsbereiche schaffen Orientierung, Aufenthaltsqualität und eine ansprechende Umgebung für Patienten, Besucher und Mitarbeitende. Durch Umbau- und Anschlussarbeiten wurde der Neubau nahtlos in den Bestand integriert, sodass ein funktionaler, zusammenhängender Klinikstandort entstand.

Fokus Versorgung, Forschung und Lehre

Der Neubau ermöglicht eine vernetzte und interdisziplinäre Patientenversorgung und bietet gleichzeitig moderne Arbeits- und Lernumgebungen für Forschung und Lehre. Die Planung berücksichtigte hohe Ansprüche an Nutzungsqualität, technische Ausstattung, Flexibilität der Räume sowie langfristige Betriebskostenoptimierung. Damit schafft das Projekt optimale Rahmenbedingungen für klinische Versorgung, interdisziplinäre Zusammenarbeit und Ausbildung am Universitätsklinikum Jena.

Generalunternehmerleistung: Planung trifft Ausführung

ZÜBLIN verantwortete den gesamten Prozess – von der Ausführungsplanung (Leistungsphasen 3–5) bis zur schlüsselfertigen Übergabe. Die technische Komplexität und der Umfang der Baustelle erforderten eine präzise Koordination aller Gewerke, Lieferketten und Infrastrukturen. Das kombinierte Planungs- und Ausführungsmodell ermöglichte eine termingerechte Realisierung unter Berücksichtigung medizinischer Standards und langfristiger Nutzungsflexibilität.

Bedeutung für Standort und Auftraggeber

Der Neubau stellt für das Universitätsklinikum Jena einen Meilenstein dar, um Versorgung, Forschung und Lehre zentral zu bündeln und die Wettbewerbsfähigkeit des Klinikums langfristig zu sichern. Für ZÜBLIN ist das Projekt ein bedeutender Referenzbau im Bereich Gesundheitsbau, der hohe technische Komplexität, modernste Medizintechnik und große Flächen erfolgreich kombiniert.

Direktion:
Ost
Bereich:
Jena und SF-Bau Hamburg/Schleswig-Holstein
Leistung: